Setzen, Herr Oberlehrer – nachsitzen!


Am gestrigen Freitag ein zuförderst angeregtes Gespräch mit einem Landsmann aus Mahmutlar: „wir ziehen alsbald ein weiteres Mal um! Wenn mit in Sachen Wohnqualität etwas querkommt, dann ziehen wir einfach um; schließlich gibt es genügend Wohnungen!“ Ers zählt alles auf, was ihm am jetzigen Domizil nicht gefällt.

„Nein, wir ziehen nicht mehr um!“ Seine schweigsame Ehefrau spricht ein Machtwort. „Doch, natürlich ziehen wir wieder um“ wird sie abgebügelt. Es folgt eine ausführliche Belehrung über unser gemeinsames Gastland Türkei. Natürlich seien alle diese Türken, ungebildet, nicht bereit, zu arbeiten, unwillig, unfreundlich, haben keine Kultur, können nichts – eine Litanei der weniger feinen Sorte

Die Standardfrage, weshalb er in einem so widerwärtigen Land domiziliere, nicht kommentiert. Meine Replik, dass hier schon eine Kultur anzutreffen war, als die Germanen sich den Hintern noch an den Föhren wetzten. Eine Kultur, die aus tiefen Quellen schöpfen konnte. Ich zähle die nachhaltigen Veränderungen auf, die wir in runden zwanzig Jahren Türkei erlebten. Ohne die Dinge zu übergehen, die sich noch ändern mögen.

Der Zuhörer, alsbald Teilnehmer dieses Streitgespräches mischt sich zustimmend ein. Aber das war ein junger Spund von gerade mal siebzig Jahren, also noch ohne jegliche Lebenserfahrung . . .  Gemeinsam lassen wir diese unerquickliche Suada auslaufen. 

Aus einem verkniffenen ***** kommt eben kein fröhlicher ****

iWo blieb der ganze Speck?


wo blieb der ganze Speck? Vor Jahren nahmen meine Liebste und „meine Wenigkeit“ – welche sich nahe an die Hundertkilogrenze gefressen hatte, gemeinsam drei Zehnkiloeimer Fett ab. Die komplette Garderobe schlackerte und landete bei einer sozialen Organisation. „Wenn Sie mal wieder dicker werden, kommen Sie zu uns, wir finden für Sie wieder etwas Anziehen.“

Aber so, wie es der gute alte Mond macht, abnehmen und wieder zunehmen in regelmäßigem Rhythmus, geht es nicht. Da hilft weder der Herr  Doktor Atkins mit seiner Diät, noch Eier, Kohlrüben oder gar teure Medikation: „hier Dicker oder Dicke, ich verschreibe dir mal was“. Macht schließlich auch dick, nämlich die Kasse der Schreiber und der Pulvermischer.

Lediglich bei einer Spezies sind Diäten hilfreich, obwohl, oder gerade weil sie Jahr für Jahr steil nach oben gehen; ich will das nicht näher spezifizieren, sonst sind die Abgeordnetinnen und die Abgeordneten vielleicht beleidigt.

Hier ist das Denkmal für den Verlust von zur Minute 6.641,2 Paketen Butter á 250 Gramm oder 16.600 Tafeln Schokolode á 100 g, und das ist nicht das Ende, sondern eine stolze Zwischenbilanz, schließlich ist es noch nicht Neujahr, sondern Silvester 12:23 Uhr türkischer Zeit und es ist die Jahresleistung eines ganzen Jahres im GdA, der Club Gemeinschschaft der Abnehmer. Die heißen zwar anders, aber das nehmen sie nicht übel, sondern ab. Zovor wurde das Ergebnis auf 1,5 Tonnen geschätzt, nun ist es schon mehr, viel mehr!

Einige Schwergewichte sind 45 kg leichter geworden in einem Jahr, dann geht es ab mit dem Lebendgewicht bis hinunter zu so um die zwei Kilo. So um die achthundert kernige Dicke machen sich gegenseiti Mut, tauschen sich aus, helfen sich aus möglichem Stimmungstief.

Im Prinzip geht es um das uralte FdH, angesetzt aber wird zuerst bei der Motivation und die ist im  Team leichter. Menschen, die ihr Gewicht nachhaltig reduzieren wolĺen, unterstützen sich. Die mannigfachen Ausdrücke unterbleiben, wir sind alles Menschen. Die Betonung liegt auf dem Wollen!

Gegessen werden kann im Prinzip alles, aber alles mäßig und nicht auf kurzfristiges, sich selbst lobendes Schönreden ausgelegt. Unverzichtbar ist der Wille zur Speckredution, zur Planung eines zeitlichen Ablaufes – und vor allem das Zählen der Kalorien! Auf dem Essplatz meiner Frau hat die kleine Küchenwaage ihren festen Platz.

Ich bin der Frühstücksbereiter für Katze Katze, meine Frau und für mich: Morgens die Ansage: du hast heute 27 Gramm von meinem Sauerteigbrot, 55 Gramm Yoghurt, eine Mandarine, 3 Gramm harte Mettwurst und 8 Gramm Käse, etwas frischer Rettich und dto, Mohrrüben, macht round about 200 Kalorien. Ihr Tagesziel sind 1200 Kalorien, aber hat sie weniger, dann ist am Ende des Tages auch noch Platz für etwas Schokolade oder diese türkischen Süßigkeiten.´ Ich sage nicht, wieviel sie in einem Jahr abspeckte. Ihr Credo: entweder Fett oder Falten. Nun hüpft sie auch noch auf einem Trampolin – und ich mussdarfmöchte auch. Zwei Kilo sind es bei mir nur noch, zwei Wunschkilo weniger.

Respekt und Bewunderung vor Allen, aus deren Blogbeiträgen sie filtert – grüß euch zum Rest dieses Jahres, noch bevor die 137 Millionen verknallt sind und, dass sich euch runden achthundert Abgenommen und Abnehmern noch viele anschließen. Schreiben macht hungrig und ich genehmige mir eine zusätzliche Scheibe Peters Vollkornsauerteigbrot, ohne Butter, nur so; wisst ihr eigentlich, wie wohl sich eine Scheibe Brot kaut? 

Schön´    Gruß in das Jahr, in dem, nur so zum Beispiel, ehemals wohlgenährte sogenannte Volksparteien weiter abnehmen werden, ganz ohne ihre Pfunde, ähem, ihre (Nicht-)Wähler zählen zu können. . .

Mutlu yeni yillar – tschüss Zwanzigsiebzehn


Tschüss Zwanzigsiebzehn

Schade, dass Du nicht klüger geworden bist,

schade, das Du nicht größer geworden bist!

Mir warst Du lieber, als du noch dumm warst!

Nie warst Du mir lieber, als Du noch klein warst!

Abgewandelt aus einem Buch in nächtlicher Lesestunde. Lesen bildet bekanntlich und es verhindert die Wanderungen durch die Hütte infolge seniler Bettflucht. Allzu viele Wichtige und Hochwichtige haben dir das Mark aus den Knochen gesogen 2017!

Zehn mal mehr als unwichtig Gesehene mussten an Tafeln speisen in diesem reichen Deutschland, will heißen, sich um die Brötchen von gestern schlagen, froh sein noch, dass es diese Tafeln gibt. Pfui Deibel, du hast es wieder alles wie gewohnt im Lichtmüll zugemüllt in ach dieser schönen Weihnachtszeit.

Die Statistiken wurden in dir zurechtgelogen, Deutschland geht es doch gut demnach; da kann man nun wirklich nicht meckern. Nur mit dem Regieren hapert es, das Volk ist noch nicht so richtig drauf, die Wahlzettel korrekt im Sinne der Macher und der Macherinnen auszufüllen, wird noch, ich bin mir gewiss.

Hoş geldiniz, 2018!

Nu mal los, wir warten! Hundertdreißig Millionen € haben in wenigen Tagen einen Knall. Wen interessieren da schon die Hunde, die Katzen, diese ganzen Tierbilder, die zu Hunderttausenden im facebook um Schonung, um Gnade bitten. Tierbilder und Bilder kleiner Kinder erzeugen ja hunderttausende Clicks.

Unsere liebe Freundin Aynur, ihr wisst schon, die Ehefrau von Rıza gestern: sucht mal fix warme Mützen und Schals zusammen, ich hab eine Nachricht aus Ardahan, da herrschen jetzt zwanzig Kältegrade und viele Schulkinder brauchen was auf die Ohren!

Meine Kopf- und Halsbedeckungen sind geschrumpft, meine Liebste sorgte dafür – und die Sachen sind schon unterwegs bis fast an die Grenze nach Georgien. Nichts gegen die gar trefflichen Mitleide für die Tierwelt.

Du fangfrisches 2018: Hoffnung, dass Du klüger wirst als dein dämliches Jahr zuvor – nimm alle deine Recourcen zusammen, damit du größer wirst – und friedlicher – und menschlicher als Deine Vorgängerjahre – bleib nicht so dumm, sondern werde klüger, rechtschaffener – und nicht zuletzt sanfter, nachhaltiger, durchsetzungsfähiger, als der, der Dich hier begrüßt und das hoffentlich für Viele!

Der lernt´s noch – hoffentlich . . . Inshallah . . .

 

. . . ein Gespräch, das so nie stattgefunden hat . . .


. . . ein Gespräch, das so nie stattgefunden hat . . .

Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, steht, Bart und im Freien

Sie: bist ja immer noch ´n hübschen Bengel . . .

Er: wärst du nicht dringendst ran, einen Augenarzt aufzusuchen?

Das schöne Foto wurde am zweiten Weihnachtstag bei der Übergabe der drei Säcke Essbarem für die Kötis im Tierheim Gazipasha vor dem Lokal des CdaS – dem Club der alten Säcke zu Kestel von von Michael Meindl, dem Kaptan der Hunde aufgenommen. Er griff mit jeder Hand auf einmal so einen Fünfzehnkilosack, wie unsereiner ein Kilo Gurken vom Markt . . .

 

Phaeton – das Nutzfahrzeug


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Für Aras Kargo liegt Kestel irgendwo in der Wüste voller Kakteen, Schlangen, Kapalumbağa, das sind Schildkröten. Zwar nur schlappe sieben Kilometer entfernt, tönt es: Hayır, wir liefern nicht nach da hinten in Kestel, basta!

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Problem yok. Der Phaeton kann es nicht mit Atlas aufnehmen, der nicht weniger als die Weltkugel in seinen Fäusten hält. Phaeton nimmt es immerhin mit drei Säcken Hundefutter im Kofferräumlein und einem dicken fetten großen Paket auf seinem stabilen Hirn auf. Und mit Ehefrau drin; immerhin hatte sie die Idee und half tapfer, sie in die Tat umzusetzen.

Das Hundefutter ist für die Kötis in Gazıpaşa auf. Da ist der Vorratsraum für das Kötifutter ausgebrannt und Hundeknüddel brennen vermutlich hervorragend. Drei Sackvoll ließen wir anliefern und expedieren sie heute weiter.

Was in dem Dachgepäck enthalten war: etwas für hüpfgesunde Rentner, damit sie beweglich bleiben. Steht nun im Flur und wird eifrig behüpft. Hilft gegen Rheuma, Fußpilz, Heuschnupfen und gegen Übergewichtige.

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Natürlich stoßen wir bei der Hüpferung nicht mehr mit dem Hirn durch die Rigipsdecke, aber „turne bis zur Urne.“ Mit Liebster innen drin, fünfundvierzig Kilogramm Hundefutter auf dem Buckel und mit dem Fithalter auf dem Dach fahren wir lieber die längere Strecke und nicht den steilen Berg hinan, man soll ja nichts übertreiben. . .

 

Entchen, so gehe doch gerade,


Entchen, so gehe doch gerade, es ist doch um dich schade . . . Wie so fällt mir das Gedichtchen, das weiland mein Vater mit weiland dem kleinen Kerl einübte, gerade rbrn noch frischen Heiligabend ein? Es waren zwei Entchen auf unseren Tellern im Old house oder auch eski eve zu Alanya. Und beide konnten nicht mehr watscheln, sie waren noch soo klein und schon so geschmacklos und mit verkokelter Haut, nicht eben ein Genuß´.

Die Kartoffeln allzulange im Wasser gewärmt, auch ihnen war jeglicher Geschmack abhanden gekommen, ein durchaus genießbarer Rotkohl, kein Tellerchen für die Knöchelchen, alles miteiander dargeboten in einem Schleuderservice, einem Herumgerenne, in einer Hektik, nicht angebracht bei ganzen zwölf Gästen.

Oldhouse versus Eski eve lud zum festlichen Mahle ein, es war ein Mahl, aber kein festliches und in keinem Verhältnis zum Preis! Urteil: nicht empfehlenswert!

Ehe wir wir vielleicht ein Hausverbot zu gegenwärtigen haben, beschließen wir in vorauseilendem Gehorsam, dieses ungastliche Haus fürderhin zu meiden!

 

Die fast ohne Kalorienweihnacht


 

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Die fast ohne Kalorienweihnacht! Fast köstlich, diese Innovation meiner Allerliebsten! Es ist der Nachmittag des Heiligen Abends anno Zwanzigsiebzehn. Aus der Küche rumort es: „Schau mal, mein Liebster, ich habe Marzipankartoffeln kreiert, probier doch mal . . .“

Sie schmecken einfach köstlich und im Vergleich zu diesen Dingern von Lübecks Traditionshaus Niederegger genieße ich lange an dieser Schöpfung herum. Während ich schreibe, quillt die Kreation immer weiter in meinem Schlund auf und hat Probleme, den rechten Weg zu nehmen.

Sie sehen in ihrem Schokoladenanzug aus wie richtige Marzipankartoffeln. Aber es muss ja nicht immer drin sein, was sich da noch handwarm im dunklen Anzug versteckt. Zehn Gramm Haferflocken, nein, zwanzig Gramm – „musst schon korrekt sein bei dem Rezept!“ – dreißig Gramm pulverisiertes Eiweiß, zwanzig Gramm – ähem –  Kartoffelfasern, ein Weniges aus der Wasserleitung und dann vorquellen lassen, beim Genuß dieser Schöpfung quillt es weiter . . .

Sparsamst verwendet der Anteil an Kalorien – und jesuuund sind se, die Marzipankartoffeln – jesuuund . . . Es muss ja nicht immer Kaviar sein – und nicht immer diese fett machenden Apparate aus Persipan mit Rosenöl und Haltbarmachern und Geschmacksverstärkern und und und . . .

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Meine Liebste nach getaner Arbeit und nun beim Zählen und Dokumentieren der ziemlich wenig Kalorien . . .