Welttag des Olivenanstichs. . .


. . . es gibt unzählige Welttage für ungezählte Ereignisse und solche, die es erst noch werden wollen. Ein wichtiger Tag im ereignisreichen Lebens eines Rentners sei hiermit hinzugefügt: am Montag, dem 13. November anno domini 2017 ist der erste Welttag des Olivenanstichs.

Arbeit über Arbeit ging diesem voraus; das Ernten der Oliven, nicht vom Baume der Erkenntnis, sondern vom Olivenstrauch am Rande des unbebauten Nachbargrundstücks. Jede Frucht der rund sechs Kilogramm selbst behämmert, die Bekloppten gewässert, probiert, bitter bitter, weiter gewässert, wieder probiert, das wiederholt man ständig, sonst gammelt die Ernte. So lange probiert, bis der Gaumen verbittert ist.

Aber nun ist es geschafft; selbst geerntete Wacholderbeeren mit dem breiten Messer breit gedrückt, frische Rosmarinzweige aus dem Garten, dto. Blätter vom Lorbeerbusch, Meersalz speziell für Oliven, hineingedrückt und mit Olivenöl verschlossen, harren sie auf dem Nordküchenbalkon des Verzehrs. Am Montag, 13. November wird das erste Großglas geöffnet. Termin ggf. notieren!

Bis dahin, ich bin der alleinige Esser der Grünen, halte ich mich an die schwarzen meiner Frau, mit Sonderdispens natürlich, bis dahin genieße ich die von Nachbarin Sherife eingelegten Oliven, ein großes Glas davon stand vor unserer Haustüre. Danke Sherife!

Die Grünen sind mit Abstand die Besten, was nur bedingt politisch zu verorten ist . . .

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. . . iss nicht Fiesch mit Mässärr. . .


. . . iss nicht Fisch mit Messer, wenn du Gabel hast . . .

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kommst du nicht zum Fisch, dann kommt der Fisch zu dir – heute frisch eingerollert durch meine Liebste: “ Schau doch mal, was für superfrische zwei Wolfsbarsche, heute früh gefangen extra für uns vor Alanyas Küste. Seit Jahren gehen wir meist zu unserer molligen Fischfrau hier in der Mahallesi, sie macht sie so überaus lecker, wendet sie in Maismehl und brät sie so überaus lecker.

Da bei uns derzeit Fett im Futter ungern gesehen wird, alles fettfrei oder mindest -arm. Keine mollige Fischfrau – und so einige fischige Restaurants in Alanya, können uns keine Begeisterungsschreie mehr entlocken. Die gebackenen Mittelmeerköstlichkeiten zwar gut zubereitet, dann lieblos mehrere Sorten auf den Teller geschichtet, nicht so unser Ding.

Als Vorspeise gab es die Innreien insoweit essbar, einfach köstlich. Der Händler wollte sie wegwerfen, aber Köpfe und alles Inneres aus den Wolfsbarschen bekommen heute Abend noch die Straßenkatzen.

Ein erstes Mal wurden die Wölfe auf dem Wasser erst zart gedünstet und hernach auf dem Rost über aromtische Mehle aus der großen Sägerei in Oba geräuchert. Ein Genuss rundum. Afiet olsun – und esst doch auch mal wieder Fisch! Ist übrigens noch was da – für Hungrige . . .

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Lavendelzeit


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Lavendelzeit

Martina Yaman darf sich zu Recht als Entdeckerin der zwei Lavendelkaffs nahe Isparta fühlen. Und als Pionierin einer ersten Expedition dorthin. Ich darf sagen, ich sei dabei gewesen – und unsere zwei Freunde aus Berlin auch.

Der Duft des Lavendels ist mir in der Nase geblieben und heute erneut ausgebrochen. Lavendel sei gut gegen Magengrimmen, Schmerzen im Hirn, gegen Fußpilz und andere Gebrechen, sehr gut für den Magen, die Nerven, den Fußpilz usw. usw. Heute kroch er mir ins Riechorgan! Du verdöst die heißen Tage im Liegestuhl und auf dem Trockentablett verströmen sich Lavendeldüfte. Im eigenen Garten gepflückt und – nein, nicht um sie in Leinensäckchen zu stopfen damit im Kleiderschrank verduften.

Das allgegenwärtige Internet hat die Idee: nimm dreißig Gramm getrocknete und entstängelte Lavendelblüten, rubble eine Zitronenschale, stopfe sie in den engen Hals einer stilvollen Flasche, kernig viel Industriezucker drüber – und warte. Letzteren verkniff sich der bekennende Diabetiker und nahm anstelle dieses Übels das kleinere Übel, Süßstofftabletten. Daraus soll ein anregender Trunk werden. Allerdings nur, reißt du dir eine Flasche (Doppel-)Korn, oder Wodka, diesen nur bei einer Affinität zu Russland, vom Herzen und badest damit den Lavendel. Prosit! Die Geschmackspapillen und die Synapsen verjüngen sich doch glatt wieder, zumindest eine von beiden ….. Proost!

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Bilder nicht von mir, habe heute schon Katzekatze geknippst, dafür aus dem internet

Die Kirschen in Ahmets Garten . . .


. . . Garten trifft es nicht; Ahmets Garten in runden neunhundert über dem Spiegel des Mittelmeeres und noch hinter Mahmut Sedi in den Bergen ist eine unübersehbar große Plantage voller Kirschen, Äpfel, Birnen. Bewachsen mit teilweise uralten Kirschbäumen und dazwischen immer Neuanpflanzungen neuer und altbewährter Obstsorten.

Die Kirschen in Ahmets Garten, sie sind so süß und so groß. Morgen werden werden sie von Ahmets riesiger Verwandtschaft allesamt geerntet und vermarktet, durch den Handel bis nach nach Russland verkauft. Heute durften wir bei unserem Freund seit vielen Jahren uns die Bäuche und die Tragetasche füllen.

Der Ort Mahmut Sedi mit seiner uralten Moschee liegt achthundert Meter über dem Spiegel des Mittelmeeres und die Plantagen liegen noch hundert Meter höher über NN. Nur in dieser Höhe gedeihen Früchte solcher Güte. Winters ist alles unter reichlich Schnee verschwunden.

Nur vor sehr vielen Jahren auf unserer Reise durch Polen knusperten wir ähnlich gute dicke fette Kirschen, Weichselkirschen auf einer Bank im Park des Wawel futtern, im Anblick der Weichsel persönlich.

Bei Ahmet in Mahmut Sedi und vor dem von ihm umgebauten Haus seiner Großeltern zu einem privaten Museum gibt es den bekannten Dreikräutertee aus dem handbefeuerten Samomar: Rosmarin, Minze, Sabbelbei gekocht und aufgewertet durch Ahmets Freundlichkeit. Ein guter Wochenbeginn!

 

. . . Sauer macht lustig – inshallah . . .


… alter Überlieferung nach sollen die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben; von Zitronen ist diesbezüglich nichts überliefert. Dieses kleine Zitrönchen – und im Baum hängen noch welche solche. Mehr Schale als Saft, der reicht aber, nebst kleingeschippelter Schale und Weißem, dem Geist in der Flasche zu fröhlichem Prosit zu verhelfen. Yavaş Yavaş! Jeistern muss man Zeit geben! Damit es dermaleinst wohl tut und nichts spukt . . . Frohe Pfingsten!

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Fördern und Fordern – hilft auch bei Granatäpfeln


Fördern und Fordern lohnt sich doch!

Wie recht hatte doch eine deutsche Behörde, deren Marketingabteilung diese Aussage einst gebar. Unseren Granatapfelbäumen im Garten habe ich drei Jahre lang diese tiefsinnige Aussage vorgehalten: „Passt auf, liebe jungen Freunde, ihr habt nun lange genug meine fördernden Düngegaben, das Wasser, motivierende Worte erhalten. Nun fordere ich von euch endlich Granatäppel!“

Habe sie gestreichelt, ihnen immer wieder ins Gewissen geredet – nada. Drei Jahre lang ging das so. Sie schüttelten ihre grünen Mähnen und zeigten mir einen Vogel. Aber da die Behörde in ihrer grenzenlosen Güte ihren Opfern, Verzeihung bitte, ihren Kunden gegenüber Milde zeigte, wolle ich nicht zurückstehen.

Im letzten Herbst platzte mir der Kragen: wenn ihr mich wieder vergranatäppelt, fliegt ihr raus! Das ließen sie nicht auf sich sitzen, die Beiden!

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. . . das er von dem Butterkohle eine Portion sich hole . . .


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Bild aus Wikipedia