Deine BROTBACKMASCHINE


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Oben in der Kuppel hat er ein großes Schaufenster; schließlich möchte man wissen, wie es in seinem Herzen aussieht. Der CAF 400 gibt einen großen Einblick in sein Herz. Er ist rüstig genug, ein ganzes Kilogramm Mehl nebst allen Zutaten aufzunehmen und zu einem köstlichen Brot zu backen.

Unsere Freundin Hannelore stiftete diesen Backautomaten, nur, wir haben schon einen, zwei Leute kommen damit seit Jahren über die Runden. Der CAF ist weder für €uro noch für Trumpels harte $, noch gar für unsere wertvolle türkische Währung zu haben. Nur für das Mindestgebot in Hundeknüddeln, mindestens ein Sack für das Tierheim Gazipasha sollte drin sein. Auf jeden Sack legen wir als Spende einen weiteren drauf.

Oder bietet jemand etwa mehr??

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VIP Transport


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VIP Transport Stil sei nicht das Ende des Straßenbesens, weiß, woher immer auch, Katzekatze sehr wohl zu schätzen. Mein „Phaeton“ scheint nicht standesgemäß, zu wenig Komfort für die Verwöhnte. Heute stieg sie zum zweiten Mal schon freiwillig in die Rucksacksänfte, wohlgepolstert. Auf dem Wege zu Dr. Osman. Die  Aussicht interessant genug für neugierige Augen, wehte ihr der Sommerwind um die Öhrchen, taucht sie aber nicht sehr lange. Huckepackluxus eben . . .

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Der halbe Arm im Hundefang


Endlich hat ein herrlicher Sommer mit erheblicher Verspätung dieses naßtrockennasse Frühjahr abgelöst, du döst vor dich hin, willst dich umdrehen, geht nicht. Der halbe Arm klemmt im Fang des Olives und hält dich fest. Der Olive ist seit heute mittag wieder unser Leasinghund, seine Leute beschlossen ihren Urlaub.

Der Olive ist schon korrekt, er heißt Zeytin und damit der Olive. Nun pfeift der Wind wieder anders herum. In aller Frühe, wenn Allah wieder einen neuen Tag beginnt für seine lieben Geschöpfe hinieden und die Hähne wieder ihren Hals aufreißen, dann ist die Nachtisch zuende. nur Katzekatze teilt warnende Backpfeifen aus, komm mir nicht zu nahe, Köter.

Nur gut, dass die Generalprobe gestern im Tierheim Gazipasha so gut ablief. Zehra Hanım öffnete, große Freude über das Wiederbegegnen und alsbald kam auch der Riesenbajuware Michael Meindel hinzu, Herr über mehrere Hundert bellende und um Aufmerksamkeit ersuchende Vierbeiner.

Alles aufs Feinste hergerichtet da hinten in Gazıpașa, jedes Freudenpfützchen sogleich entfernt, wir konnten trockenen Fußes hinein und Futtersäcke einliefern. Normalerweise wird täglich ein Futter aus Bulgur, Fleisch, Knochen und mit Gemüse angerichtet und alle werden satt.

Mitarbeiter hatten Offenetürenfeiergesichter und offensichtlich ehrliche Freude an ihrem Tun! Mir schloss sich ein brauner Rüde an, wir verständigten uns nonverbal: wenn du mir von jedem Plätzchen, das du stibitzt, die Hälfte abgibst, verpfeife ich dich nicht. Seine Hälfte nahm er vorsichtig aus meiner Hand. Mehr, mehr Kerl, sonst . . . Es merkte wohl niemand oder übersah es aktiv. . .

Eine fütterte ein Dutzend Welpen mit der Flasche, abends nimmt sie die Brut mit zu sich mit nachhause, Welpen brauchen alle zwei Stunden etwas in den Magen. Kerle voller Runen des Lebens in ihrer Physignomie, vergruben ihre Dreitagebärte im Fell junger Köties – und wurden weich und indenklich.

Noch vor dem offiziellen Run, wenn die Honorationen/Innen, Ordnung möchte sein, eintreffen und die Kameras und Mikrofone erwarten, waren wir schon auf dem Rückzug. Mit noch ein paar mit dem Braunen geteilten Keksen, die wir rasch gemeinsam teilten und verkrümelten. . .

Hundefreund/Innen, Mann Mann, ist die deutsche Sprache kompliziert geworden. Michale Meindl, der Bajuware schickt gerne die wortreiche Anfahrtskizze hin.

Dank und ein paar gute Worte an alle, die da tagtäglich zweihundert Kötis, mal vier Beine versorgen, hin! Lohnt,

A

Der Aufstieg


Der Aufstieg von weiter unten ist die Metamorphose eines Boxers zu einem Rückenkissen für die Reise zu einer Wanderung in den Mai nahe Afyon. Die Zeit der bunten Boxershorts ist vorüber.

Entweder sind die Schinkenbeutel zu groß geworden, oder der Träger schlanker. Vorbild sind natürlich die Nahrungsmittelriesen, die Inhaltsschwund vermarkten; vielleicht merkt es Otto Normalververbraucher nicht.

Meine Liebste, ebenfalls auf Nachhaltigkeit getrimmt, schnappt sich die Gepünktete und macht ein Nackenkissen daraus. Ob es ein sozialer Aufstieg für das Prachtstück ist, bleibt heuer unerforscht.

„ich will doch nur, dass dein kahler Kopf nicht im Bus so herum hängt!“

Alle drei, meine Liebste, ich, der Nutznießer und die aufgesti

egene Beutelbuxe freuen uns auf die Dreitdageswanderung in den Wonnemonat zwanzigneunzehn. Die Vorfreude auf die FAM-Gruppe ist riesig, Es soll, so wird von Kennern geschwärmt, schöner sein als in Kappadokien.

Mein Rücken wird sich auf der Fahrt andrücken – mit einem Schmunzeln, auf die Herkunft, welch ein Aufstieg – und es gibt noch mehr von den bunten Kleidungsstücken, wer sie mag und die Größe XL vorweist, Postkarte genügt . . .

Neues aus der Bodenforschung


Die Forschungsergebnisse aus der Bodenforschung betreffen mitnichten das Gebiet unserer Wahlheimat Türkei, sondern nur schlichte geschätzte hundertfünfzig Meter einer Straße, in welcher wir wohnen, hinter dem wild schäumenden Dimcay.

Über einen langen Zeitraum schon bücke ich mich nach Dingen, welche aus den vorüberrasenden Vehikeln geschmissen werden. Noch bis vor einigen Wochen handelte es sich vorwiegend um entleerte alte Schachteln, deren lungenverpestender Inhalt inhaliert wurde. Hin und wieder auch die vollgekackten Windeln, die aufklatschen.

Das hat sich merkbar geändert. Handelte es sich bei den Nikotinstinkern vorwiegend um Billigmarken, falls es solche gibt. Oder das schmale Sträßlein ist so sehr durchlöchert von den Regengüssen, dass beide Hände am Steuer bleiben müssen.

Dafür hat sich Masse leergefutterter Chipstüten und Bonbonpapiere deutlich vergrößert. Vermutet wird nicht etwa eine größere Einsicht der Ausdemautoschmeißer. Macht aber nichts, wir mit einer Mehrportion Fleiß auf dem Wege zur Tonne wieder beseitigt.

Soll keinFatalismus sein, unsere Wahlheimat wählt in Kürze neue Bürgermeister und diese Muhtare, hat nichts mit Rindviechern zu tun. Vielleicht verspricht der eine oder andere Versprechende, seinen Einfluss in Wegwerfsachen geltend zu machen. . . . .  Die Bodenforschung geht weiter . . . . .

 

 

Wissembourg – il pleut


Nur runde fünf Viertelstunden von Karlsruhe, eingeschlossen der Umsteiger in Winden, beginnt ein anderes, ein besonders schönes Europa, das Elsass.

Ein eisiger Regen treibt uns vor sich her. Die Kamera in ihrer ledernen Hülle wackelt mit.

Es ist wie ein vorgezogene April, jedoch sind wir regendicht und gelegentliche Sonnenstrahlen leuchten die Schönheiten der Stadt aus – und den Charme dieses Ortes.

Die Kirche meines Namensgebers Pierre und Paul, innen wie von außen schon, Gläubigen wie den Ungläubigen gleichermaßen zugänglich, eine Freude für Körper und Geist, die Gedanken drängen nach oben. Kraft für den Tag morgen in Tumlingen.

Der Magnolienzweig will in Regen und Wind nicht stillhalten, dieses Zeichen des Frühlings, der sich heuer schwer tut.

Wissembourg, Grenzstadt nach Germanien, aber wo ist die Grenze? Kein Schlagbaum, niemand will deinen Pass sehen, alle zahlen mit gleicher Münze. Es regnet gleichermaßen auf alle.

Fünf Viertelstunden zurück nach Karlsruhe – in eine warme Frühlings Sonne. Das rote Viertel vom Pfälzer, vom Elsässer, vom Badener, vom Württemberger, es ist ja noch nicht Abend…

İzmir – und das Üben in Geduld


Ich hätte auch überschreiben können „15 Mann auf des toten Mann’s Truh“, aber das wäre unschicklich! Noch ist unser Freund oberirdisch, wir sind auf dem Wege, ihn zu begleiten und zu beweinen.

Zwischenlandung auf dem Flughafen lzmir auf dem Weg nach Stuttgart. Dort konnte ein Karrenfahrer den Weg nicht finden und touchierte die Düse.15 wackere Mannen begutachten, konferierten, ach nein es waren nur 14, einer, einer mit schmutzigen Händen konferierte nicht mit den Schlipsträgern, er packte zu, aber alleine packte er es nicht.

Mehr konnte ich nicht erkennen, es war doch heute Frauentag, deshalb durfte meine liebe Frau sich da einquetschen, bin da ganz Kavalier. Der mit den Arbeiterhänden verp, äh, ging dann auch. Der Flieger übernachtet in İzmir.

Unser Anschlussbus – mit Tränen in den Augen, fuhr ohne uns. Nun heisst es, improvisieren.Mein lieber Freund Erhart, Du meintest, Dich nach sechzig Jahren Freundschaft auf den Weg nach oben machen zu müssen! Nun warte noch auf uns! Lass uns Deinen letzten Weg noch mitgehen! Wir schaffen das!“ Tönte doch uns Kanzlerin. Noch klingen die Ersatzdüsen sehr gesund. Aber sie sind ja auch noch nicht unten auf schwäbischem Boden…

Fast erfroren beim Warten auf den FlixBus, durch seine Verspätung kriegten wir ihn noch. Jetzt sind wir in Karlsruhe, schauen nach Futterbarem.

Der Samstag und der Sonntag gehört uns und Montag der nicht eben leichte Gang in Tumlingen, Freund Erhart in seine kleine letzte fensterlose Wohnung auf dieser Erde zu begleiten und ihm Bestes in der neuen Wirklichkeit zu wünschen…

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