Neues aus der Bodenforschung


Die Forschungsergebnisse aus der Bodenforschung betreffen mitnichten das Gebiet unserer Wahlheimat Türkei, sondern nur schlichte geschätzte hundertfünfzig Meter einer Straße, in welcher wir wohnen, hinter dem wild schäumenden Dimcay.

Über einen langen Zeitraum schon bücke ich mich nach Dingen, welche aus den vorüberrasenden Vehikeln geschmissen werden. Noch bis vor einigen Wochen handelte es sich vorwiegend um entleerte alte Schachteln, deren lungenverpestender Inhalt inhaliert wurde. Hin und wieder auch die vollgekackten Windeln, die aufklatschen.

Das hat sich merkbar geändert. Handelte es sich bei den Nikotinstinkern vorwiegend um Billigmarken, falls es solche gibt. Oder das schmale Sträßlein ist so sehr durchlöchert von den Regengüssen, dass beide Hände am Steuer bleiben müssen.

Dafür hat sich Masse leergefutterter Chipstüten und Bonbonpapiere deutlich vergrößert. Vermutet wird nicht etwa eine größere Einsicht der Ausdemautoschmeißer. Macht aber nichts, wir mit einer Mehrportion Fleiß auf dem Wege zur Tonne wieder beseitigt.

Soll keinFatalismus sein, unsere Wahlheimat wählt in Kürze neue Bürgermeister und diese Muhtare, hat nichts mit Rindviechern zu tun. Vielleicht verspricht der eine oder andere Versprechende, seinen Einfluss in Wegwerfsachen geltend zu machen. . . . .  Die Bodenforschung geht weiter . . . . .

 

 

Wissembourg – il pleut


Nur runde fünf Viertelstunden von Karlsruhe, eingeschlossen der Umsteiger in Winden, beginnt ein anderes, ein besonders schönes Europa, das Elsass.

Ein eisiger Regen treibt uns vor sich her. Die Kamera in ihrer ledernen Hülle wackelt mit.

Es ist wie ein vorgezogene April, jedoch sind wir regendicht und gelegentliche Sonnenstrahlen leuchten die Schönheiten der Stadt aus – und den Charme dieses Ortes.

Die Kirche meines Namensgebers Pierre und Paul, innen wie von außen schon, Gläubigen wie den Ungläubigen gleichermaßen zugänglich, eine Freude für Körper und Geist, die Gedanken drängen nach oben. Kraft für den Tag morgen in Tumlingen.

Der Magnolienzweig will in Regen und Wind nicht stillhalten, dieses Zeichen des Frühlings, der sich heuer schwer tut.

Wissembourg, Grenzstadt nach Germanien, aber wo ist die Grenze? Kein Schlagbaum, niemand will deinen Pass sehen, alle zahlen mit gleicher Münze. Es regnet gleichermaßen auf alle.

Fünf Viertelstunden zurück nach Karlsruhe – in eine warme Frühlings Sonne. Das rote Viertel vom Pfälzer, vom Elsässer, vom Badener, vom Württemberger, es ist ja noch nicht Abend…

İzmir – und das Üben in Geduld


Ich hätte auch überschreiben können „15 Mann auf des toten Mann’s Truh“, aber das wäre unschicklich! Noch ist unser Freund oberirdisch, wir sind auf dem Wege, ihn zu begleiten und zu beweinen.

Zwischenlandung auf dem Flughafen lzmir auf dem Weg nach Stuttgart. Dort konnte ein Karrenfahrer den Weg nicht finden und touchierte die Düse.15 wackere Mannen begutachten, konferierten, ach nein es waren nur 14, einer, einer mit schmutzigen Händen konferierte nicht mit den Schlipsträgern, er packte zu, aber alleine packte er es nicht.

Mehr konnte ich nicht erkennen, es war doch heute Frauentag, deshalb durfte meine liebe Frau sich da einquetschen, bin da ganz Kavalier. Der mit den Arbeiterhänden verp, äh, ging dann auch. Der Flieger übernachtet in İzmir.

Unser Anschlussbus – mit Tränen in den Augen, fuhr ohne uns. Nun heisst es, improvisieren.Mein lieber Freund Erhart, Du meintest, Dich nach sechzig Jahren Freundschaft auf den Weg nach oben machen zu müssen! Nun warte noch auf uns! Lass uns Deinen letzten Weg noch mitgehen! Wir schaffen das!“ Tönte doch uns Kanzlerin. Noch klingen die Ersatzdüsen sehr gesund. Aber sie sind ja auch noch nicht unten auf schwäbischem Boden…

Fast erfroren beim Warten auf den FlixBus, durch seine Verspätung kriegten wir ihn noch. Jetzt sind wir in Karlsruhe, schauen nach Futterbarem.

Der Samstag und der Sonntag gehört uns und Montag der nicht eben leichte Gang in Tumlingen, Freund Erhart in seine kleine letzte fensterlose Wohnung auf dieser Erde zu begleiten und ihm Bestes in der neuen Wirklichkeit zu wünschen…

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Der Test mit meiner guten alten Tastatur


Dieses ist die alte Geschichte einer schon etwas aeltlichen und in Hannover anno tobak gekauften Tastatur.

Daa gute Stueck, vor vielen vielen Jahre bei Conrad in Hannover erworben, verweigerte immer und an immer verschiedenen Geraeten die Arbeit, keine Lust mein Lieber.

Da immer noch ein Eckchen im Schrank nicht vollgestellt war, zog die Tastatur dort ein und verschlief die Jahre unerkannt.

Bis jetzt meine Neuerwerbung, ich sage nur Huawei X 20 zygeyogen ist, mal sehen, Wunder soll es ja immer wieder geben, und es gab sie, danke, liebe Tastatur, danke liebes bluethoot, danke liebe Helferin in Technischen, in Personal union mit meiner Liebsten, ein neues Zeitalter begann. Wann es endet, bis ich alle Schliche und alle Hinterlist modernere Kommunikationstechnik im Kopf habe, wer weiss das schon, jetyt muss die Seniorin unter den Tastaturen nur erst mal lernen, wie man deutsch richtig tippt…

Mein Freund, der Baum


Mein Freund, der Baum

Vor Jahren pflanzte ich ihn um, heraus aus der Gruppe armseliger, im Straßenreck hineingestopfter Kollegen zu wenig Licht und zu wenig Platz bekommen hat. Aus dem Wicht wurde an seinem neuen Standort ein mehrere Meter hoher Baum.

Trotz seiner Sturm- und Drangzeit hob eines dieser kernigen Windchen ihn nebst Wurzeln aus der Erde. Seine Schieflage könnte ihn auf Katzekatze und nicht minder gefährlich, auf uns, Katzekatzes Bedienstete. krachen lassen. Soll für keinen von uns sehr gesund sein.

So gesehen wurde auch aus dyem Gummibaum dickes fettes Brennholz. Nun haben die beiden Orangenbäume, seine Nachbarn, mehr Platz für sich.

Orhan hatte seine Kettensäge wohl nicht genügend gefüttert, gierig fraß sie Ast um Ast und zerlaute den Stamm. Holz macht ja zwei mal warm, mich nur einmal. Die Ernte gehört neben dem noch zu zahlenden  Nachbar Orhan.

Frühling, du könntest nun endlich auch mal das tun, was ein Frühling eigentlich schon vor vier Wochen mit der Arbeit beginnen sollte. . .

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Zwei schlimme Finger


Zwei schlimme Finger

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Einer von Beiden nicht mehr ganz taufrisch, leicht angejahrt also, der andere mediznisch versorgt von Schwester Luise. Wund geworden nicht vom Bohren in der Nase, sondern vom Tippen und Lesen so vieler guter Wünsche!

Überwältigend, beeindruckend, wie viele Menschen jeden Alters, Türken, Kurden, Deutsche aus deutschen Landen und Deutsche hier aus allen Ecken unserer Wahlheimat Türkei – und, natürlich – aus von hinter dem wild schäumenden Dimcay. Besonders berührten die guten Wünsche von Studenten, die längst keine mehr sind, sondern Frau wie Mann ihren Beruf ausüben.

Es war ein schöner ein ruhiger, ein interessanter Tag! Allen Freunden, Bekannten, allen, die wir uns nahe sind, sehr sehr vielen Dank! Wenn der Finger wieder heile ist, ich bitte meine Frau, mal drauf zu pusten,  werde ich mit ihm quer über die guten Wünsche fahren und immer wieder zwischen durch einen persönlichen Dank gerne erwidern.

Der Fehltritt – Entschuldigung bitte!


Der Fehltritt – Entschuldigung bitte!
Wenn dir beim Ausstieg aus dem Taxi scheinbar ein Kleidungsstück hinunterfällt und es ist gar kein Kleidungsstück. Du bückst die müden Knochen und willst es aufheben und du greifst in ein Katzenfell, das protestiert.

Selbiges springt dir dann auf den Arm, an den Hals und freut und freut und freut sich, dann ist das ein Glücksgriff und der lässt dich die ganze Nacht nicht mehr los.

Katzekatze hat ihr Personal zurück; schliesslich weiß man, was gute Leute heutzutage wert sind. Vergessen, dass dieses ungefragt einige Tage in Deutschland verbracht hat, alles verziehen.

Nächtens legt sich ein dickes Winterkatzenfell um den Hals,mit einer bettwarmen glücklichen Katzekatze drin. Dabei bleibt es nicht, der Alp macht es sich auf der Brust bequem und schränkt die Atmung ein.

Macht nichts, das Vieh rutscht überall an dir hinunter, nur nicht den Buckel, der der ist vorerst nicht erreichbar. Die Hausbesitzerin macht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, ihr ist es wurscht, Hauptsache warm und dicht dran, ob die Bettdecke auch für die Schläfer reicht? Macht nichts, Hauptsache, ich habe meine Leute wieder im Griff.

Und lasse dem großen Weißen Köti gegenüber kaum eine Chance zur Begrüßung der Nachbarn seine kleinen Riesenpfötchen auf die Arme zu legen und gleich sein ganzes Gewicht dazu.

Kurz: wir sind wieder komplett und zu Hause.