Nächtlicher Verlust eines Territoriums


„Wer kämpft, kann verlieren! Wer nicht kämpft, hat schon verloren, textet Hanna Barbara Müller heute früh in fb Bert Brecht. Ich habe in der vergangenen Nacht wesentliche Teile meines Territoriums verloren; ich habe nicht gekämpft gegen den Annexionswillen von Katzekatze!

Ein wehes Kreuz ist die gerechte Strafe, der Siegeswillen von Katzekatze war eben stärker als die Territoriumsverteidigung. Schon vor Wochen besetzte das Vieh die eheliche Schlafstatt. Sie gestattete aber immerhin die Benutzung durch die ursprünglichen Besitzer. Gegen Überlassung der Besucherritze.

Gibst du so einem Fellvieh den kleinen Finger, gehört ihm sogleich die ganze Hand. Schließlich kann man eine Besucherritze anstandshalber längs beschlafen und sich der Wärme der Menschen versichern.  Katzekatze hingegen legte sich quer und machte sich hart. Mir gestattete sie immerhin, die Breite eines Brettes, also ca. fünfundzwanzig Zentimeter zu nutzen. Die reichen nicht zur Regeneration, siehe wehes Kreuz weiter oben.

Wenn dich der verdiente Nachtschlaf in seinen Klauen hält, dann  keilst du nicht zurück, wenn das Vieh sein unredlich erworbenes Territorium mit Tatzenhieben gegen den Fiesling verteidigt.  Längst ist es zu spät – und überlegst die Anschaffung einer doppelt großen Luftmatratze. Aber auch die wird Katzekatze uns enteignen. Schließlich muss sie nach ihrer OP die Wärme ihres Personals fühlen, richtig?

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Der Frühling hat sich eingestellt . . .


Der Frühling hat sich eingestellt . . . zumindest hier bei uns hinter dem wild schäumenden Dimcay. Meine liebe Frau hat ihn soeben eingefangen, dabei aber einiges vergessen: die vielen knubbeligen Früchte süßer Mushmullah, in wenigen Wochen genießbar, den wie wild austreibenden Karadutbaum, schwarze süße Maulbeeren, die Zitronen aus anno 17 und dazwischen die neuen Blüten Jahrgang 18, den blühenden Avocadobaum, im April wird er gepropft mit anderen Sorten.

Nein, nein, ich denke nicht nur ans Früchtefuttern, ich sehe auch alles was vom Auge aufgenommen wird an Blühendem. Allen zur Freude, denen Finger, Nasen, Füße noch frieren müssen . . .

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. . . Einer ist auf den Mast geklettert . . .


. . . um Unsereinen wieder an die große weite Welt anzubinden, kletterte ein Fleißiger auf den nächsten Mast der Türk Telekom. Wir seit einer halben Stunde wieder auf Empfang und wir können lesen und gelesen werden, Sogar das Dampftelefon, das seit Monaten nur angestaubt herumstand, gibt wieder einen Signalton.

„Wir schicken innerhalb von vierundzwanzig Stunden unseren Service. Wir haben die Leitungen geprüft und irgendwer muss da auf dem Schlauch stehen!“ Keine Warteschleife, keine Ausflüchte nach dem Thema, da müssen Sie mal den Stecker reinstecken oder ähnliche äußerst hilfreiche Ratschläge – nichts da. Die Männer kamen,  prüften alles durch, wechselten die Steckverbindungen am Splitter – ja, das sind wir und deshalb kam hier nichts mehr an.

Einer erkletterte den Mast mit einer großen Kabelrolle und erneuerte ein ziemlich langes Stück Leitung. So kennen wir seit Jahren die Türkische Telekom! Die Dauermauler, die in jeder türkischen Suppe ein Haar oder gleich mehrere finden, wird das nicht freuen!

Das meine liebe Frau auch gleich hinter den verrückten Schränken eine Kehrschaufel voll Umwelt entfernte, ein angenehmer Zustand. Schließlich ist gar balde das Christfest, darf das eigentlich noch Christfest heißen; nur mal so nachgefragt . . .

Lasst Blumen sprechen, wenn . . .


. . . wenn du herausbekommen könntest, wie man sie motiviert, dir gegenüber den Mund aufzutun.Vielleicht ist aber meine Nichtmotivation gegenüber nach noch einer neuen Sprache ihnen zu Ohren gekommen. Frage ich höflichst, woher sie denn stammen – ein freundliches Nicken. Nicht mehr.

Eigentlich sind die weißen Lilien in unserem Garten längst abgeblüht, haben ihr Grünzeug eingezogen und sammeln Kraft für ein neues Blühen, ist ihre Zeit wieder gekommen. An diesem Sonntag zeigt eine neue Lilie, davon sind zwei Stück hier beheimatet, ihre erste Blüte. An einem Platz, an dem wir niemals neue Lilienzwiebeln steckten.

Auf meine Frage nach dem Woher kommt ein unverbindliches Nicken mit dem schönen Blütenkopf: „Hast du es denn bis heute nicht gerafft, dass es auf ein Zu viel an Fragen eher gar keine oder nur eine kryptische Antwort gibt? Erfreue dich einfach an uns!“

Ich habe verstanden . . .

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. . . eine  Ergänzung: meine liebe Frau hat die Zwiebeln, aus diese Schönheiten wachsen, vor einiger Zeit bei A 101 gekauft und an zwei Stellen im Garten versenkt. Die Herkunft scheint damit geklärt . . .

Backfrisches


Des Morgens in aller Hergottsfrühe kommt laut flötend ein Bäckermeister in seine Backstube.

Nur gelingt ihm an diesem Tage so gut wie gar nichts: die ekmekler kommen so ungefähr wie Briketts aus dem Ofen. Die Brötchen – zum Reintreten – das Apfelkuchenblech rutscht ihm aus der Hand – Sch . . . . .

Was ist der Mann an diesem Tag: eine schallende Back pfeife .

Sorry, aber mehr oder gar Besseres ist am frühen Donnerstagmorgen noch nicht zu erwarten. Immerhin schläft Europa noch und wir hier in der Türkei sind der Zeit, und nicht nur dieser, in allem immer gaaanz weit voraus . . .

Allen ein´  schön‘ ´ Donnerstag!

DIPLADENIA, die Schöne in unserem Garten, nun in voller Pracht.


Dipladenia – Mandevilla sanderi | Hauenstein Rafz

Hinter dem Namen Dipladenia (Mandevilla sanderi) steht ein auffälliges, robustes und pflegeleichtes Blütenwunder mit vielen Namen; Sundaville, Tropidenia

… ginge es nach mir, sie hätte längst den Namen Phlegmania; zögerlich an die Arbeit zu kriegen in diesem Frühjahr. Geduld ist eine meiner charakterlichen Eigenschschaften – und nun blüht sie wieder üppigst  vor dem Eingang unserer Hütte.

Schon in der vergangenen Vegetationsperiode machte sie uns bis in den späten Herbst resp. frühen Winter Blüte um Blüte Freude. Wir wurden gierig, denn es gibt sie in mehreren Farben.

In einer Parkanlage sahen wir sie buchstäblich auf die Palme gehen . . .

KLEO Magazin Alanya am 06.02.2017


KLEO-INFO: Verletzte und Schäden: Starke Erdbeben in Canakkale

Türkei – Rund drei Wochen nach Beginn des Erdbebenschwarmes an der Küste der türkischen Region Canakkale hat die Erdbebenaktivität einen (vorläufigen) Höhepunkt erreicht. Am frühen Morgen registrierten die Behörden das bisher stärkste Beben mit Magnitude 5.3. Wie bei den vorherigen Erdbeben lag das Epizentrum nahe des Dorfes Gülpinar, etwa 30 Kilometer nördlich der griechischen Insel Lesbos.

Nahe des Epizentrums war dieses Erdbeben stark zu spüren. In mehreren größeren Städten brach Panik aus und Menschen verbrachten den Morgen außerhalb der Gebäude. Die Erschütterungen waren bis Istanbul und Bursa zu spüren, ebenso in Teilen des griechischen und bulgarischen Festlands.
In mehreren Dörfern nahe des Epizentrums brachte das Beben ältere unbewohnte Gebäude zum Einsturz. Nach Angaben der Behörden waren diese Häuser bereits von den Unwettern der letzten Wochen betroffen. Neben Gülpinar war vor allem Ayvacık betroffen, wo durch den Einsturz einer Scheune zahlreiche Nutztiere (Schafe) ums Leben gekommen sind.

Auch im Dorf Bayırköy, das knapp 50 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt, gibt es einige Schäden. Mindestens 50 Häuser sind betroffen. Vier Menschen wurden verletzt.
Nach dem Hauptbeben folgten viele kleinere. Die beiden stärksten erreichten bisher M4.2 und 4.0.

Update 12:04 Uhr
Der Erdbebenschwarm geht mit einem weiteren starken Erdbeben weiter. Am Mittag registrierte das Observatorium Kandilli ein weiteres starkes. Zunächst wird mit Magnitude 5.0 eine ähnliche Stärke angegeben, wie beim Beben am frühen morgen. Das Epizentrum lag erneut an der Küste von Canakkale. Es war ebenfalls bis in die umliegenden Millionenstädte Bursa, Izmir und Istanbul zu spüren. Rund um das Epizentrum muss mit weiteren Schäden gerechnet werden.

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Erdbeben sind wir auch in Alanya gewöhnt; häufig wackelt es hier, einmal rüttelte mir das Schränkchen den Fernseher in den Arm. Mensch gewöhnt sich. Nächtens kann auch schon mal  das Bettchen vibrieren. Dann fühlst du dich wie die Prinzession auf der Erbse. Aber wenn es so heftig zur Sache geht wie just in Canakkale, dann müssen irgendwelche Mächte das auslösen, vielleicht auch the new American President? Oder, noch übler, seine Schranzen?  Oder ob sich die tektonischen Platten verhalten wie Seehofer und Merkel? Man wird ja wohl noch mal fragen dürfen . . . .

Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern . . .