Es blüht so bunt im November . . .


. . . Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen; das war gestern und besang ein Ereignis in einem anderen Land am Mittelmeer. Heute, am 06.11.2017, ist heute und in Alanya in unserer Wahlheimat Türkei.

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Mitten im Westen der Stadt an der Hauptstraße nach Westen. Leute Leute, immerhin ist es der Monat Kasim – der elfte Monat im Jahreslauf und bei über fünfundzwanzig Grad Celsius. So üppig blühen die Agaven nicht in unserem Garten, immerhin liegt unsere Mahalli runde achtzig Meter über NN. Außerdem geht die Sonne hier ganze zwei Stunden früher als als in Europa. Ein Fingerschnipsen von ziemlich ganz weit oben und die Uhren gehorchen brav. So bekommen wir die ZdF Nachrichten abends um sieben Uhr dann eben um neun Uhr. Mensch gewöhnt sich…

Der Baum, auf den sich kein Affe hinauf traut, ganz in der Nähe. Unten herum wurde er entmilitarisiert, aber über Kopfhöhe – auf backe; seht selbst!

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Umgetopft


Kürzlich wurde  in unserer Küche ein weiteres Mal umgetopft. Die ersten Kochpötte waren von mäßiger Qualität. Der große Chef aller Töpfe hörte auf den Namen Korkmaz, war auf seinem Boden eingraviert. „Gib mir mal den Korkmatz aus dem Schrank.“ Jeder Pott hat auch seinen passenden Deckel, alte Volksweisheit.

Korkmatzens Deckel legte beim ersten Gebrauch seinen Henkel ab; Markenfabrikat eben und aus heimischer Provinienz. Ein Grobschmied im heimischen Sanayi schmiedete ihn mit grober Hand wieder fest, er wird Generationen überleben. Der Pottdeckel, der Grobschmied eher wohl nicht.

Nach eineinhalb Jahrzehnten war Relaunch angesagt, so heißt das wohl neudeutsch. Neue Töpfe zogen ein, die alten wohlbehaltenen kochen weiter  in der nächsten Nachbarschaft. Eine Induktionskochplatte erwartet die neue Topfgeneration, sonst kocht sie nicht mal Wasser. Wundervolle Töpfe sind in Rente in den Schrank umgezogen, das Induktionswunder aufrecht stehend daneben.

Wir sind wir in der Zukunft angekommen. Nein, nein, nicht dieses Luxusdingens da aus Wuppertal, Thermoflopp oder so ähnlich geheißen. Dieses Wunder für Millionäre, das kocht, brät, dunstet, per Internet gesteuert, es wäscht, bügelt, bringt Abfälle auf den Komposthaufen, kurz ein Tausendsassa. Hat es alles gelernt auf diesen Versammlungen (leicht) gläubiger und sektiererisch angehauchter Zeitgenossinnen und Genossen.

Freundin Ute brachte uns den Klon des Küchengurus aus Germanien mit. Die Begeisterung ist in der Küche hinter dem wild schäumenden Dimcay eingezogen! „Alterchen soll ich dir eben mal schnell deine geliebte Mercimek corbasi kochen?“ In Minuten sie in meiner Suppenschale. Die absolute Krönung der nouvelle quisine sind die in acht Minuten gedünsteten Ciupra Fische. So viel Fisch gab es Jahre lang nicht bei uns. Meine Liebste handhabt dieses Wunderdingens souverän: Guck mal, die musst doch nur und dann und dann und dann – ich verstehe immer noch nicht, welche Nippel ich durch welche Laschen ziehen muss und schaue mit tropfenden Lefzen lieber zu, was das heraus kommt und auf meinem Tellerchen landet.

Welch eine schöne neue Welt – und wenn jemand besterhaltene Induktionskochtöpfe benötigen sollte . . .

 

 

Der Sonntag des Teleferik

Hervorgehoben


Der Sonntag des Teleferik

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. . . man gönnt sich ja sonst nichts und deshalb teleferikten wir mit unserer neuen Seilbahn auf unseren Burgberg und begaben uns von der Höhe der Mahalesi hinunter in die Niederungen auf der Butterseite Alanyas.

Denn dort ist die üppige Talstatation unserer neuen Seilbahn; alle Welt habe sie vorgeblich schon ausprobiert; wir vom Dorfe wollten nicht länger zurückstehen. Ein Sonntag mit Seilbahn in die höheren Regionen? Ob es überhaupt ein Plätzchen für den „Phaeton“ gibt? Es gab ihn, der Andrang war mehr aus äußerst überschaubar. Sicher wird diese Feststellung den Unmut der lokalen Hochschreiberin der Saison Zwanzigsiebzehn erregen. Fünfzehn türkische Lira kostet der Aufstieg per Kabine und wer noch´n  Taler drauflegt, den transportiert sie auch wieder hinunter.

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Eine entschleunigte Bummeltour über Felsen, kleine Wäldchen und in die Balkone und Wohnzimmer unten Anwohnender macht die Fünfminutenfahrt in die Höhe und an die Füße der Burg zu Alanya zur kleinen Erholung zwischendurch. Gut so, denn mit Tempo wäre das Vergnügen denn auch allzu kurz. Hindurch den Hintereingang, der zum Haupteingang zum Burggelände umgewidmet war, über gepflegte ausgebaute Wegungen wird der Weg in die höheren Gelände lang und heiß, schließlich ist es erst September.

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In einer lauschig-schwummerigen Nischen, deren gibt es einige, das Auge gewöhnt sich an das Dämmerlicht und mittendrin eine schlanke ranke Trägerin einer schwarzen Burka; mensch gewöhnt sich, es gibt deren deutlich mehr, aber in dieser Umgebung schaut man zweimal, um nicht auf einen schwarzen Fuß zu treten. Schön die alten Gemäuer und ihre Wiederauferstehung nach Jahren des Verfalls.  Alanya, nach wie vor unsere Wahlheimat in der Türkei, du bist attraktiver geworden! Noch attraktiver. Adem Murat bey und Mannen in der Belediye, Lob und Dank für euren Mut zu dieser Investion für uns alle.

Ernst Reuter, euer Vorgänger einst in Westberlin, hatte Alanya schon im Urin oder im Kleinhirn, als er den Mikrophonen anvertraute: VÖLkER DER WELT, SCHAUT AUF DIESE STADT!

Bilder wie meistens von meiner lieben Frau! Danke!

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Die Zwei mit der Raute; wer war Erster?


„Wir“ natürlich. „Unsere“ Kanzlerin zu Berlin zeigt immer wieder und immer wieder die inzwischen berühmt gewordene Merkelraute. Man sieht sie, ohne sie zu sehen, und weiss sofort: Aha, dass ist doch…. Aber das ist falsch. Die deutsche Bundeskanzlerin schmückt sich mit fremden Federn, äh, Händen.

Der rechtmäßige Eigentümer der Raute ist unser Bürgermeister Adem Murat Yücel. Unser Bürgermeister, weil er jahrelang die Bürger unserer Gemeinde Kestel meisterte. Das machte er so gut und immer so nahe an uns Bürgern, dass wir ihn bei den letzten Wahlen an die Stadt Alanya ausliehen. Wir Bürger lieben ihn mit seinem Dauerstrahlen, auch wir Yabanci, wir Fremden. Zurück beordern können wir ihn nicht mehr, denn flugs hat er Kestel eingemeindet. Schiet.

Nun strahlt er uns wieder einmal großformatig an und zeigt seine Raute vor. Ich zichtige uns` Kanzlerin des Plagiats. Sie muss irgend wann einmal in grauer Vorzeit hier gewesen sein und hat sich diese Raute antrainieren lassen. Wie so Vieles andere auch.

Nota bene: von Türken lernen heißt siegen lernen!

Frau Dr. A. M. verschob ja so einiges mehr oder weniger Wichtige bis nah den Wahlen, was man verstehen muss. Vielleicht findet sie nach deren Ergebnis ja den unverschämten Mut, unserem Adem Murat bey hier an dieser Stelle zu danken für sein Vorturnen in Sache Raute?

 

 

 

„Essen auf Rädern“ – bald bei uns . . .


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In wenigen Tagen erst kommen die Räder unter den neuen Beinen, welche unser sehr hilfbereite Freund Cakır ihnen nach Maß aus Stahl anfertigt. Bis dahin gibt es noch kein Essen auf Rädern. Die neue Tischplatte hat selbst noch Appetit nach feinem Leinöl. Allein die Auswahl in der acht Zentimeter dicken Platte aus Ladin, das ist Fichte, gewachsen im Umland von Alanya. Fünf hilfsbereite Männer halfen sie uns finden. Heute kam sie, nur sehr sparsam bearbeitet an und wartet nun auf ihren Unterleib.

Das interessant gewachsene Ladin strömt einen so intensiven Duft nach Wald aus, es ist ein wundervolles Stück Natur hier auf der Terrasse. Hat bereits eine Dose Leinöl aufgeschlürft, wartet auf mehr.

Erst wenn die dicke Fichte und ihr Untergestell beieinander sind, kann diese Schönheit leicht verschoben werden, ganz nach unserem Bedarf. Immerhin trägt jedes Rad seine zweihundertfünfzig Kilogramm. Die zwei alten Kaffeetische werden im Umfeld eine andere Arbeitsstelle finden und Nachbarn erfreuen.

Die Idee stammt von meiner lieben Frau, welche unser Patent auf gute Ideen hat und die Umsetzung allein waren wie eine Vorbereitung auf ein Fest. Wann kommt unsereiner schon mal in eine große Sägerei, wann jemals kommt dabei ein Unikat heraus.

Es gibt in Alanya in der Nähe des Ausländeramtes ein Geschäft, welches solche Schönheiten feil hält. Wir wollten es so, wie es ist  – und das ist gut so . . . Freude . . .

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SKYPE – ich habe fertig mit dir . . .


. . . diese ist mein letzter Kontakt mit dir, du über Jahre hinaus so angenehmer Kontakt!. Du hast mein Konto gesperrt, weil du so überaus fürsorglich bist. Weil du mich nicht erkannt hast. Soll ja vorkommen, so etwas, das kommt vor. Wenn man es will, gibt es Mittel und Wege, wieder zueinander zu finden.

Nicht so bei dir; seit du aufgekauft wurdest, bist du fies geworden! Erstens hast du nie mit mir gesprochen. Du teiltest ex cathedra mit, noreply. Lass mich in Ruhe, öde  mich nur nicht an. Antworteten hattest du im Dutzend billiger, such dir einfach eine halbwegs passende heraus. War sie hilfreich genug, fragtest du. NEIN, zu keinem Zeitpunkt.

Der Kontakt zum himmlischen und sich unverzichtbar wähnenden Skype zeit sich schwieriger als ein Gebet zum Schöpfer der Erde. Den ruft man an und erhält je nachdem klare Antworten.

Skype, der du über den Wolken wohnst: erzähle uns erstmal, wann hast du das letzte Mal geskypt, welche Schuhgröße hatte deine Mutter, insoweit vorhanden gewesen, was hast du am 17.4.2015 doch gleich zu Abend gegessen; du willst gar keine Antworten, sondern den genervten Skyper beschäftigen. Aber der will nicht mehr!

Dann machst du kryptische Reihen, reichlichst vorhanden – tippe zum Beispiel Großesskleinc-halbgroßhunlesbarescergänztquergestelltese – nicht geklappt, das nächste Kryptische, könnte unendlich weitergehen,  als meine Geduld reicht .Macht sie aber nicht!

Sinngemäß mailst du mir: wenn du zu dämlich bist das zu tun, was wir wollen, dann melde dich doch erneut an. Mach ich aber nicht; Schnauze  voll von Skype! Steckt euch das Guthaben an den Hut, an das Cap, kauft euch Fassbrause davon.

Oder geht in euch und überweist es auf Peter-und-Luise, Skepsis ist angesagt. UND TSCHÜSS skype! Es gibt Alternativen. Punkt

 

. . . Hohlkörper . . .


Schön und attraktiv sind sie, die Schönen mit der ansehnlichen Taille. Hängen herum und klappern, wenn ein Lüftchen sie nur anhaucht. Hohl sind sie und, nimmt man es genau, zu nichts nütze.

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Vor Jahren erhielt ich einige dieser hohlen Dinger, die noch etwas Leben in sich bargen – und die sorgen für Nachwuchs. Der hangelt sich, wie soziale Ranken es vormachen, an Hilfen in die Höhe, braucht viel Nahrung, viel Zuwendung. Dann hängen die dicken Grünen im Herbst wieder herum . . .

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Schön sind sie und wenn sie hängen, auch sehr ansehnlich. (Liegt wohl an meiner Einstellung,dass ich  im Zusammenhang mit Kalebassen immer an Politiker*innen denken muss . . . ). Etwaige Ähnlichkeiten mit solchen sind – natürlich – nicht gewollt! Auch nicht mit Leuten, die Politikern in vorauseilendem Gehorsam nach dem Munde schreiben . . .