. . . „Wendehälse contra Besserwessi . . .


Guten Morgen „Lieblingswessi“, mit Ihnen befreundet zu sein wäre ein Privileg. Im Ernst, Sie zu treffen war für mich sehr wichtig, es hat mich die Menschen im andern Teil Deutschlands vorbehaltloser sehen zu lassen. Zudem fand ich Ihre Stimme und Art zu sprechen schön – ich bin ein Stimmjunkie😌. Bei den Nachrichten denke ich oft sorgenvoll an Sie, aber es geht Ihnen gut und es wäre spannend, Ihre Meinung zu hören. Ich mache meine Lebensfreude und meine gute Laune nicht abhängig von Äußerlichkeiten, die ich weder ändern noch beeinflussen kann – das hat mir ein gewisser Herr vermittelt… Übrigens wird Halle immer schöner. Gruss auch an Luise, unbekannterweise Brigitte
Ach ja, ich trage Ihnen meine Freundschaft nicht nur bei fb sondern auch im realen Leben an👋
. . . nicht etwas fett aufgetragen? Aber danke! Gruß!
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Heute scheint es mir wie aus der Steinzeit. Dabei waren es die Jahre so ungefähr 1989 und geschätzte zwei Jahrzehnte hinterher in Magdeburg und in Zeitz.  Als Urberliner aus politischen Gründen aus der Zone getürmt, herzlichst unwillkommen im gar goldigen Westen und, als die Zonis sich anschlossen, das Zusammengehen im Rahmen des Möglichen gefördert. Das Erlebte im Guten wie im Schlechten mit brettharten Gegnern würde ein Buch füllen. Niemanden interessiert das mehr. Zumal jüngst auch die geshredderten Schnitzel – Hinterlassenschaft von Strolchen der Einheizpartei in betrügerischem Konkurs  – nicht mehr restauriert werden. . . Da lese ich Zeilen von Brigitte aus Halle . . .
Bewegend – ein besonderer Tag mit besonderen Erinnerungen an eine besondere Zeit . . .
Ende der Chat-Unterhaltung

Mutlu yeni yillar – tschüss Zwanzigsiebzehn


Tschüss Zwanzigsiebzehn

Schade, dass Du nicht klüger geworden bist,

schade, das Du nicht größer geworden bist!

Mir warst Du lieber, als du noch dumm warst!

Nie warst Du mir lieber, als Du noch klein warst!

Abgewandelt aus einem Buch in nächtlicher Lesestunde. Lesen bildet bekanntlich und es verhindert die Wanderungen durch die Hütte infolge seniler Bettflucht. Allzu viele Wichtige und Hochwichtige haben dir das Mark aus den Knochen gesogen 2017!

Zehn mal mehr als unwichtig Gesehene mussten an Tafeln speisen in diesem reichen Deutschland, will heißen, sich um die Brötchen von gestern schlagen, froh sein noch, dass es diese Tafeln gibt. Pfui Deibel, du hast es wieder alles wie gewohnt im Lichtmüll zugemüllt in ach dieser schönen Weihnachtszeit.

Die Statistiken wurden in dir zurechtgelogen, Deutschland geht es doch gut demnach; da kann man nun wirklich nicht meckern. Nur mit dem Regieren hapert es, das Volk ist noch nicht so richtig drauf, die Wahlzettel korrekt im Sinne der Macher und der Macherinnen auszufüllen, wird noch, ich bin mir gewiss.

Hoş geldiniz, 2018!

Nu mal los, wir warten! Hundertdreißig Millionen € haben in wenigen Tagen einen Knall. Wen interessieren da schon die Hunde, die Katzen, diese ganzen Tierbilder, die zu Hunderttausenden im facebook um Schonung, um Gnade bitten. Tierbilder und Bilder kleiner Kinder erzeugen ja hunderttausende Clicks.

Unsere liebe Freundin Aynur, ihr wisst schon, die Ehefrau von Rıza gestern: sucht mal fix warme Mützen und Schals zusammen, ich hab eine Nachricht aus Ardahan, da herrschen jetzt zwanzig Kältegrade und viele Schulkinder brauchen was auf die Ohren!

Meine Kopf- und Halsbedeckungen sind geschrumpft, meine Liebste sorgte dafür – und die Sachen sind schon unterwegs bis fast an die Grenze nach Georgien. Nichts gegen die gar trefflichen Mitleide für die Tierwelt.

Du fangfrisches 2018: Hoffnung, dass Du klüger wirst als dein dämliches Jahr zuvor – nimm alle deine Recourcen zusammen, damit du größer wirst – und friedlicher – und menschlicher als Deine Vorgängerjahre – bleib nicht so dumm, sondern werde klüger, rechtschaffener – und nicht zuletzt sanfter, nachhaltiger, durchsetzungsfähiger, als der, der Dich hier begrüßt und das hoffentlich für Viele!

Der lernt´s noch – hoffentlich . . . Inshallah . . .

 

Die fast ohne Kalorienweihnacht


 

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Die fast ohne Kalorienweihnacht! Fast köstlich, diese Innovation meiner Allerliebsten! Es ist der Nachmittag des Heiligen Abends anno Zwanzigsiebzehn. Aus der Küche rumort es: „Schau mal, mein Liebster, ich habe Marzipankartoffeln kreiert, probier doch mal . . .“

Sie schmecken einfach köstlich und im Vergleich zu diesen Dingern von Lübecks Traditionshaus Niederegger genieße ich lange an dieser Schöpfung herum. Während ich schreibe, quillt die Kreation immer weiter in meinem Schlund auf und hat Probleme, den rechten Weg zu nehmen.

Sie sehen in ihrem Schokoladenanzug aus wie richtige Marzipankartoffeln. Aber es muss ja nicht immer drin sein, was sich da noch handwarm im dunklen Anzug versteckt. Zehn Gramm Haferflocken, nein, zwanzig Gramm – „musst schon korrekt sein bei dem Rezept!“ – dreißig Gramm pulverisiertes Eiweiß, zwanzig Gramm – ähem –  Kartoffelfasern, ein Weniges aus der Wasserleitung und dann vorquellen lassen, beim Genuß dieser Schöpfung quillt es weiter . . .

Sparsamst verwendet der Anteil an Kalorien – und jesuuund sind se, die Marzipankartoffeln – jesuuund . . . Es muss ja nicht immer Kaviar sein – und nicht immer diese fett machenden Apparate aus Persipan mit Rosenöl und Haltbarmachern und Geschmacksverstärkern und und und . . .

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Meine Liebste nach getaner Arbeit und nun beim Zählen und Dokumentieren der ziemlich wenig Kalorien . . .

 

 

 

Merhaba Türkiye


Merhaba Türkiye!Die hundertzwanzig Intensivunterrichtsstunden sind nun erst einmal Vergangenheit aber alles andere als zu Ende. Versprochen. Danke Kerstin und Jimmy Cem Oezdel!

Was ihr uns angeboten habt an Theorie und Praxis, das gab es wohl hierzulande noch nicht. Vormittags Stoffkonzentrat Türkisch aufnehmen, mittags etwas in sich hineinschlingen und hinein in die Autowerkstatt, den feinen türischen Frisiersalon hier in Kestel, Metro, Elektroanbieter, Escaneci, Optiker, feine Töpfe gucken. Beim Edelanbieter feinster güldener Klo- und anderen Schüsseln und Assesoires schauen, wie sich die upper ten einrichten, die Wasserwerke besuchen und aus dem superneuen Devlet Hastanesi fix wieder hinauskomplimentiert sein. Im Alanyum die mehr oder weniger sprachlich verunglückten werblichen Aussagen erklärten sich fast von selbst, da war nicht mit dabei, aber den Engsoz habe ich mir trotzdem gemerkt . . .

Das pralle Leben Alanyas erleben und das Gelesene, Gehörte Gefühlte – es hat sich gelohnt, und – inshallah – werde selbst ich künftig bei eifrigem Weiterüben auch noch hochtürkisch zu vernehmen sein, wenigstens etwas davon – und nicht Alanyanisch . . .

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Die heilige Johanna der Kuchenschlachthöfe


Die heilige Johanna der Kuchenschlachthöfe – an diesem Donnerstag bei Hanci gegenüber der Metro Alanya. Ob sie nun heilig ist oder nicht, mag nicht Gegenstand der Betrachtung sein. Schließlich ist der Titel auch nur bei Bert Brecht abgekupfert, selbst Brecht wird ruhiger geworden sein – und nachsichtiger mit einem der Generationen, die ihn noch gelesen hat.

Siebzehntausenddreihundertzwanzig süße Kalorien mögen von uns verzehrt gewesen sein und sich rund um die Mittelachsen der Anwesenden festgefahren haben. Johanna führt einen besonderen Kreis ganz besonderer zahlreich Erschienener zu lockerem oder ernsthafteren Menschen zusammen, begrüßt jeden einzelnen persönlich, kommt sichtlich nicht dazu, selbst ihre Kalorienbombe zu genießen.

Es herrscht – und das nicht nur zur Weihnachtszeit – Herzlichkeit, die  vom Herzen kommt, herzerfrischend und lebendig eben. Viele Gespräche, gute Gespräche, nur äußerst wenige Typen, vom Wegsehen bekannt.

Johanna, liebe Johanna, du hast eine besondere Gabe, jedem Gast das Gefühl zu vermitteln, er oder sie sei VIP. Danke Dir für viel Gutes, noch mehr Interessantes und Erlebtes in diesem nun schon ziemlich angefressenen Jahr! Danke, danke danke! Und vergiss nicht, die Tabletten weiter zu reichen an Helma, nicht für sie, nein, für die Katzengroßfamilie auf diese wurmfrei bleibe!

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Fettlebe in Kütürüp


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Fettlebe in Kütürüp – das Leben ist unvollständig, ist man nicht mindestens einmal in diesem in Kütürüp gewesen. Bei uns Beiden war das heute. Kütürüp ist eine uns bis dato unbekannte Mahalle in Alanya. Ursprünglich die Ortschaft, ursprünglich die Häuser, alles in allem das genaue Gegenteil des schräg gegenüber am Hügel liegende feine Bektash.  Nach einem Gespräch tiefer unten in der Stadt, biegt unser Partner überraschend ab, hinauf in die Berge. Er heißt wie sein Dorf zu seinem Haus. Backtag für die Brotwintervorräte.

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Luise wird hineingesogen in den fröhlichen Kreis der Fladenbäckerinnen und wir Kerle, es kommen, wie bei Türkens üblich mehrere davon zusammen, wir werden in einer besonderen Weise mit gefülltem Gebackenen verwöhnt – und immer und immer wieder noch eins, denn die Füllungen müssen durchgestet werden.

Die schon für uns nackig gemachten Mandarinen dürfen – natürlich – nicht stehengelassen werden. Satt und zufrieden passen wir kaum noch ins Auto, dürfen nicht fortfahren ohne eine prall gefüllte Tüte. Wir könnten ja in unserer Mahalle hungers sterben und das lässt keine türkische Gastgeberin auf sich sitzen. So sieht es aus und so fühlt es sich an, in dieser unserer leider viel zu oft niedergeschriebenen Wahlheimat Türkei . . .

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