Das schwere Leben auf dem Lande


Das schwere Leben auf dem Lande
Nächtens um Nulldreiuhrsiebzehn: „ist Katzekatze schon im Haus?“ „Nein“. „Warte, ich schaue mal nach.“ Ein schwarzer Schatten huscht herein, Ziel Fressnapf. „Hast du Hunger, Kätzuelein?“ „Jau!“ „Großen Hunger?“ „Jaujau, frag nicht so blöd!“ „Oder kommst du gleich mit rauf?“ „ Naunau!“ Wie war es denn draußen in dieser lauen Sommernacht?“ „Frag mich was Leichteres, MAU!“

Noch ehe ich versuchte, etwas Nahrhaftes im Kühlschrank zu finden, machte sich das Vieh schon auf meiner Bettstatt breit. Natürlich im Querformat. Und nur deshalb habe ich heute Aua in der linken Schulter. Begleitet von Schmähworten massiert meine Liebste irgend so ein wenig appetitliches Zeugs auf.

Es ist die Zeit der nicht gewerkschaftlich organisierten Hähne vom Nachbarn. Gehört dazu hier in der Mahalle, Mensch gewöhnt sich. Man kann nur froh sein, dass das Katzenvieh nicht noch wichtige Nachrichten in mein Handy tippt. Als unsere Große noch eine Kleine war, kommt mir in den Sinn; es gab diese Dinger noch nicht. Aber die Ausrede, dass der Bus leider gar nicht mehr gefahren sei, diese Erklärung war vom Katzenvieh noch nicht angewendet.

Aber der Alte war damals schon begriffsstutzig und wollte nicht den Unterschied von einem Verknallten, mit einem glatten Zehner ausgestattet, schon zeitnah wieder zu einem Zerknallten zurückgestuft war. Diesbezüglich ist Katzekatze geradezu mustergültig. Hat auch noch nie von so einem großkopfeten Kater Lysator gemauzt, hat auch keine Gelegenheit dazu.
Leben auf dem Lande.

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