Zwei schlimme Finger


Zwei schlimme Finger

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Einer von Beiden nicht mehr ganz taufrisch, leicht angejahrt also, der andere mediznisch versorgt von Schwester Luise. Wund geworden nicht vom Bohren in der Nase, sondern vom Tippen und Lesen so vieler guter Wünsche!

Überwältigend, beeindruckend, wie viele Menschen jeden Alters, Türken, Kurden, Deutsche aus deutschen Landen und Deutsche hier aus allen Ecken unserer Wahlheimat Türkei – und, natürlich – aus von hinter dem wild schäumenden Dimcay. Besonders berührten die guten Wünsche von Studenten, die längst keine mehr sind, sondern Frau wie Mann ihren Beruf ausüben.

Es war ein schöner ein ruhiger, ein interessanter Tag! Allen Freunden, Bekannten, allen, die wir uns nahe sind, sehr sehr vielen Dank! Wenn der Finger wieder heile ist, ich bitte meine Frau, mal drauf zu pusten,  werde ich mit ihm quer über die guten Wünsche fahren und immer wieder zwischen durch einen persönlichen Dank gerne erwidern.

Erhart


Erhart

Guten Morgen Freunde,
er musste leider geh´n. Schon!
Was er noch zu sagen hätte; ungesagt bleibt es.

Kurzlebig ist die Zeit geworden; eine Freundschaft, welche über sechzig Jahre dauerte, passt nicht mehr in diese. Ecken und Kanten hatte er – und verbarg sie in einem dicken Panzer, der nur selten nach außen ließ, was er für sich verarbeitete.

Peter, wenn du denkst, was ich denke, dass du das denkst, dann denkst du das Richtige. Ich dachte mehr an unsere Weiterreise nach Hannover und Neustadt und nur flüchtig an das, was er dachte. Ein Gefühl, dem Freund ginge es nicht gut und wir reisten früher zu ihm als gewollt. Es trog nicht. Vor dem Bahnhof in Horb, ein kurzer Knuff auf den Arm, ein kurzes Umarmen beim Einstieg, seine Frau fuhr ihn, dieser Abschied ging uns nahe, wir mögen es geahnt haben; weitere würde es nicht geben. Doch! Noch einen! Zu seinem letzten Gang fliegen wir noch einmal.

Wir werden nicht die Floskeln, welche die Sitte und die Kultur für diesen Zweck parat halten, nachbeten. Nur eines noch: Du hattest eine große Würde, mein Freund. Und sie war noch sichtbarer und klarer, als du fühltest, wie es um dich steht.

Peter

Erhart starb in den Armen seiner Frau am vergangenen Sonntag

Der Fehltritt – Entschuldigung bitte!


Der Fehltritt – Entschuldigung bitte!
Wenn dir beim Ausstieg aus dem Taxi scheinbar ein Kleidungsstück hinunterfällt und es ist gar kein Kleidungsstück. Du bückst die müden Knochen und willst es aufheben und du greifst in ein Katzenfell, das protestiert.

Selbiges springt dir dann auf den Arm, an den Hals und freut und freut und freut sich, dann ist das ein Glücksgriff und der lässt dich die ganze Nacht nicht mehr los.

Katzekatze hat ihr Personal zurück; schliesslich weiß man, was gute Leute heutzutage wert sind. Vergessen, dass dieses ungefragt einige Tage in Deutschland verbracht hat, alles verziehen.

Nächtens legt sich ein dickes Winterkatzenfell um den Hals,mit einer bettwarmen glücklichen Katzekatze drin. Dabei bleibt es nicht, der Alp macht es sich auf der Brust bequem und schränkt die Atmung ein.

Macht nichts, das Vieh rutscht überall an dir hinunter, nur nicht den Buckel, der der ist vorerst nicht erreichbar. Die Hausbesitzerin macht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, ihr ist es wurscht, Hauptsache warm und dicht dran, ob die Bettdecke auch für die Schläfer reicht? Macht nichts, Hauptsache, ich habe meine Leute wieder im Griff.

Und lasse dem großen Weißen Köti gegenüber kaum eine Chance zur Begrüßung der Nachbarn seine kleinen Riesenpfötchen auf die Arme zu legen und gleich sein ganzes Gewicht dazu.

Kurz: wir sind wieder komplett und zu Hause.

Menschen unMenschen


Die Stadtkirche zu Neustadt i.Holst. und die Marktkirche zu Hannover gibt es vollständiger in den Medien. Hier also nicht. Wer sie nicht kennen sollte, einfach nachgucken.

Menschen

Stadtbahn Hannover vor ganz wenigen Tagen, die Neun nach Empelde. Da kurven noch die Grünen. Die modernen Silbergrauen kriegen den Hintern nicht herum. Uns gegenüber eine junge Frau. Wirft verliebte Blicke in ihre Horstmannundsandertragetasche. Meine Liebste spricht sie an.

„In dieser Tragetasche ist meine nagelneue XYZ Tasche! Ich habe schon eine, aber das ist eine Fälschung, man sieht es an der miesen Verarbeitung innen. Seit drei Jahren Schleiche ich um das Original herum, aber die lässt mein Einkommen nicht zu. Ich bin Hilfskraft in der Wäscherei eines Altersheimes.

Bei meinem Schleichgang heute sah ich den niedrigeren Preis, abgesenkt um einen ganzen Hunni; ich habe zugegriffen und es dauert, bis . . . Ich freue mich so sehr, alle sollen davon wissen.“ Ein Üstrawagen der Neun freut sich mit – und lächelt. Ein Mensch, der sich freuen kann!

Neustadt in Holstein, die liebsten Freunde, reizend, kultiviert, gastfreundlichst sie und deren Freunde, immer hilfsbereit, eine Freude, bei ihnen sein zu dürfen! In jeweils ihrer häuslichen Umgebung. Der Bauchumfang nimmt zu, weil zu viele Kalorien und Kohlenhydrate auf Teller und in Trinkgläsern sind.

Läufst du den Holsteinern auf der wundervollen Ostseepromenade entgegen, dann erlebte du etwas – oder nichts. Sie sollten ein Schild um den Hals tragen: heute und an den anderen Tagen kostet ein Grußwort einen Euro!

Selbst ihre Hünde schielen zum anderen Ende der Leine, wohin sie diskret zu schauen haben, nur wech, wech, wech, nur nicht zum Fremden! Der sieht mit seiner wärmenden Scheußlichkopfbedeckung ziemlich verdächtig aus. un Menschen, feingekleidet, distinguiert, zumindest gewöhnungsbedürftig, auch nach Jahren noch.

„Ah, Luiza ve Pättärr, hoshgel, nassin, das ist verschrumpelter Alanyadialekt und der reicht natürlich bis hinter den wild schäumenden und derzeit über vollen Dimcay hinauf. Komshular, bald sind wir doch wieder zu Hause! Und denken schon wieder . . . aber vorerst noch nicht wieder! Versprochen, weil wir den Norden erst wieder bei Türkens begrüßen wollen. Inschallah!