„mir gäbet nix“ . . .


„mir gäbet nix“ . . . 

So klingelt es mir aus meiner schönen Zeit in Karlsruhe in den Ohren, badisch-schwäbisch und oft genug erfuhr ich, dass das alles so, wie es klingen mag, gar nicht so gehandhabt wurde.

Heute besuchten uns wieder Ayşe und Kayhan, ihre Anoraks tropften vor Nässe, aber fröhlich und offen wie beim ersten Besuch. Beide sind Engeler, behindert also. Sie „verkaufen“ ihr Engagement für ihre Organisation positiv und ohne Druck auf die Tränendrüse. Auf unsere Fragen kamen klare Antworten.

Von morgens um zehn Uhr bis abends 17 Uhr sind die beiden Optimisten unterwegs. Gerne seien sie gesehen, wo sie klingeln oder klopfen – und nur wenige Ablehnungen erfahren die Beiden.

Schon bei ihrer ersten Kaltaquise vor Wochen und mitten im Handwerkertrubel trugen sie ihr Anliegen vor, sammeln für Behinderte, froh und überzeugend . Wie auch heute bei einem Teegespräch.IMG_20181219_131644.jpg

Wir schenken einander seit Jahren gegenseitig nichts mehr. Weil wir das so wollen und weil wir keine „Rumstehchen“ mehr brauchen und weil wir niemandem etwas beweisen müssen.

Die Weihnachtsgeschenke 2018 gingen an Menschen, welche dieses Fest gar nicht begehen. Und das ist gut so! Iyi yeni yillar, Ayşe und Kayhan!

2 Gedanken zu „„mir gäbet nix“ . . .

  1. Recht so,
    ich tausche auch seit Langem nicht mehr die Flasche Wein gegen ein Taschenbuch, sondern bedenke anstatt die, dies nötiger haben, mit großzügigen Zuwendungen. Deshalb kann ich an der „Geschenkorgie“, die statt eines wirklichen Weihnachten stattfindet (ohne Weihnachtsgeschichte, ohne Weihnachtslieder, weil uncool) nicht mehr mitmachen. ZUR NACHAHMUNG HERZLICH EMPFOHLEN!!

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