Vorlaute neue Couch . . .


Kürzlich leisteten wir uns eine neue Sitzgelegenheit vor der Glotze, eine neue Couch. Rendite steckt da nicht mehr drin, aber der Wunsch nach einer neuen Bequemlichkeit. Vor dem Sitzen kommen die Beanstandungen, offenbar Standard in unserer Wahlheimat.

Erst schlug sie Altersfalten, etwas früh für die Neue. Leicht widerwillige Reaktion, wer lässt sich schon mangelnde Schönheit vorwerfen, schon gar nicht bei Altersfalten, welche Wellen schlugen beim Drauflümmeln.

Das eigenwillige Möbel wurde gestrafft, aufgefüllt und freudestrahlend wieder in Empfang genommen, was machen da schon einige Wochen Abwesenheit aus. Schließlich sind wir noch rüstig genug, uns von  den Polstern der Alten, natürlich der alten Couch, vom Boden zu erheben,  man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich komme zum Punkt: die Aufgebrezelte macht Geräusche. Es klingt beim Aufstehen wie beim Hinplumpsen wie ein unanständiges Geräusch, wie ein Furz! Missbilligung aus der Ecke meiner Liebsten, ob ich . . . Nein! Ich war das nicht. Aber es klang so, der Haussegen bewegte sich leise an der Wand. Ich stehe auf, gieße mir einen zum Trost der wunden Seele ein . . . Inzwischen gewöhnten wir uns an diese Art der Soffamitsprache, grinsend uns gegenseitig bezichtigend.

Aber was sollen die Leute denken? Wenn sie schnüffelnd und strafend und missbilligend herumschauen und wir verlegen genug wegschauen, Fremdschämen.

Erster Advent im Jahre des Herrn Zweitausendachtzehn

 

 

 

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