Der Paravent in der Wildnis

Gestern noch war die Sarağlar Mahallesı, das ist da, wo unsere Hütte steht, in den Augen der Güterzusteller terra inkognita, ungekannte Wüstenei. „Nein, wir stellen in Kestel nichts zu!“ Aras und andere von er rollenden Zunft wagten sich nicht hierher. „Da müssensemal herkommen und ihre Klamotten abholen!“ Unser „Phaeton“ seufzte unter der zusätzlichen Last auf seinem sommerlichen Dach.

Kestel war für die Disponenten irgend wo jotwede. Eine der besonders Peniblen war aras, unfreundlich beim Abholen – und Zustellen in Kestel war ihnen vermutlich peinlich. Aras entdeckte nun, dass hinter dem wild schäumenden Dimçay sich nun, ziemlich unbemerkt von der zivilisierten Welt, Leben entwickelte.

Hilfsbereit telefonierte man, von Hepsi Burada ist da was gekommen und notiert sich die Anfahrtroute. Ein zweites Telefonat heute: wir kommen gleich. Ah, der Paravent, soll Abgestelltes in der Treppenecke kaschieren.

„Gleich“ ist anders zu interpretieren als anders wo, soIMG_20181113_153117.jpg ungefähr zwischen zwei Stunden und zehn Minuten. Ich frage meine Liebste, ob die abwarten, das der rote Teppich ausgerollt und eine Blaskapelle placiert sei.

Für alle zum Mitschreiben: Kestel ist entdeckt von den Augen hoch am Himmel, man muss das nur auf der Anfahrhilfe richtig einstellen – oder mehrfach das transportable Telefon betätigen. Unsere Versteckecke für die Sommerterrassenkissen und anderer Kram ist dem Auge des Betrachters entzogen. Geht doch!

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