Mehr oder weniger fröhlich niedergekommen


Mehr oder weniger fröhlich niedergekommen

nein, nein, noch nicht mit um einiges verspäteten Nachwuchs; wir sind beide zu Boden gegangen. Nein, nein, wir sind auch nicht türkischer geworden als diese Türken. Nur, weil wir nun auf dem Fußboden unser Leben fristen – das bleibt noch einige Zeit so.

Da man sich ja sonst nicht gönnt, gönnten wir uns eine neue Couch. Schön, wenig ausladend. Sie sollte unseren Sitzkomfort erhöhen und nicht repräsentativ den Raum füllen und vor Besuchern prunken.  Leider litt sie schon nach wenigen Tagen unter Altersfalten, obwohl noch so jung an Jahren.  Der Konfort war erstklassig beim Verkauf.

Nach einigen Wochen erschien der Kundendienst: wir müssen euer Soffa mitnehmen und neu polstern. Konfort eben. Gesagt, getan, die neue Gemütlichkeit verschwand; „kann einige Wochen dauern“.

„Helft uns bitte, die Ausrangierte aus ihrer Emigration zu befreien und reumütig wieder in Dienst zu nehmen.“ „Nein, das ist nicht unsere Aufgabe, das machen wir nicht!“ Nun haben wir die Polster aus der Verbannung geholt und besitzen sie. So ziemlich weit unten. Der Abendtrunk steht dann eben neben den Füßen, verschönt das Fernsehprogramm  von der Nullebene aus.

Nur das Sicherheben, autsch! Niemand hat das auf seinem Fototelefon dokumentiert. Und das ist gut so!

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