Alanyas heimliche Fressgass


Alanyas heimliche Fressgasse

. . . hat uns heute gesättigt und fröhlich gestimmt – endlich wieder einmal.  Eine Wiederentdeckung so ungefähr zwischen Bremen´s Tierklinik, schreibt sich wirklich so, und als Zugang zum Freitagsmarkt.

Hier braust kein einziger dieser bösen bösen Rollerfahrer über empfindsame Zehen nicht  minder empfindsamer Seelen von Touries. Der Bürgersteig oder so etwas Ähnlichem ist blockiert von Öz´ Lokantasi. Die müssen sich schon auf Alanyas Boulevard oder auf der Fünfundzwanzigmeterstraße echauffieren.

Das Sträßlein entlang schiebt Einer seine übervolle Sackkarre und die Pluderhosen, die Kopftücher machen ihm Platz, drängeln sich zwischen die Hungrigen. Hier herrscht die althergebrachte Kleidung vor. Kommt herein, ihr seht auch hungrig aus, wir kriegen euch wieder satt! Schließlich wart ihr schon öfter hier.

Sulu Yemek hinter blitzenden dampfenden Scheiben. Sulu Yemek verbessert meine Sprachkundige, nicht sul yemek. Salat vom Feinsten dazu – und eine Atmosphäre, wie sie sich sonst wohl auf dem Rückzug befindet  – um Schneidigem, Modernem, den Platz zu räumen.

Irgendwie ist hier die Zeit stehengeblieben; wir eine sättigende und fröhlich stimmende Mahlzeit auch. Hier wird ohne Hilfe der Elektronik lautstark über die Köpfe hinweg kommuniziert. Echte unverfälschte Türkei eben. Nach fast zwei Jahrzehnten in unserer Wahlheimat sind wir erneut angekommen und aufgenommen, an diesem letzten Wochenende vor dem Opferfest, dem Kurban Bayrami.

Iyi bayramlar wünscht uns ein freundlich grinsender Alter, zerquetscht uns die Hand, welche eben noch die Gabel handhabte, zeigt mit seiner Gehhilfe waagerecht auf die bedienenden und kochenden Jungschen: alles meine Enkel . . .

„Du hast noch Eßreste in deinem Bart!“ „Hier darf ich das; wir sind doch unter uns! Niemand nimmt Anstoß! Und hier, wie auch sonst wo in der Stadt, hat ein Rollerfahrer mich auch nur scheel angesehen geschweige geknufft! Weiter so, lasst euch nicht einschüchtern und bleibt immer mindestens einen Zentimeter fort von unseren hinteren Rentnerhufen! Und hier in der Fressgasse geht es sowieso nicht. . .

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