Anatolien – 8 Antakya – Hatay


Eine Reise in den für uns ganz besonderen Teil der Türkei wirkt nach. In der letzten Nacht fallen mir die verschütteten Daten wieder ein. Eine durchfahrene Nacht von Alanya nach Antakya – Aussteigen, Zähneputzen, Gurgeln, rasch frühstücken, Wieder einsteigen, ab die Fahrt in das Museum mit den schönsten Fayencen dere Welt. Da sind sie nun, die herrlichen Mosaike aus der Zeit der Römer. Das Museum selbst ist hoch modern aus der jetzigen Zeit.

Die handwserklich unnachahmlichen Abbildungen transferieren lebendig und lustvoll das Leben der Menschen aus der Zeit. Ein Vergleich zu den Einordnungen des Beginns und des Bestandes der muslimischen Religion. Dazwischen liegen Welten. Eine Stunde für die Römer. Präsentiert mit der Beleuchtungstechnik unserer Zeit. Nachdenkenswert.

  • Erst am letzten Tag der Reise noch die obligatorische Museumsstunde im Zeugmamuseum zu Gazi Antep, von mir nur im Museumscafé wahrgenommen, die Aufnahmekapazität war erschöpft von allzu vielen Eindrücken. Antakya sollte man sehen, Das Zeugma ist ein Muss, ich muss es alsbald nachholen.

Aber noch sind wir im quirligen Hatay. Schwänzen des gemeinsamen Mittagsessen, landen wir im Ortsteil Defne=Lorbeer. Ein Pizzabäcker backt seine Leckereien auf Holzkohle. Hier kriegt ihr nichts, ich verkaufe nur über die Straße – kommt, setzt uns an den Backtisch, Packpapier als Tischdecke, wie viel wollt ihr? Wir rätseln, kommt, ich verbacke für euch jetzt ein Kilogramm Mehl, viel zu viel. Nicht für alle Hungrigen. Aus dem Gemüseladen kommen einige, der Friseur legt die Schere beiseite, einige Straßenkehrer, die Backstube ist übervoll zu einem fröblichen Futtern. Übrig blieben fröhliche satte Gesichter.

Im Stadtzentrum verlangt ein Hungriger nachhaltig Geld. Sein fixer Handgriff in Luisens Gelbörse nach einem Hunni, darunter wollte er es nicht tun, ein lautes Wort von mir – und blitzschnell waren drei junge Kerle dabei, einer klopft dem Gierkragen auf die Hand, lass die Yabanci in Ruhe, die sind Gäste hier. Der Grobian zieht ab.

Die Stadt Antakya in der Region Hatay, hart an der Grenze zum unbefriedeten Nachbarn Syrien.  Fühlt ihr euch nicht unsicher dort? Nein. Zu keiner Minute!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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