Anatolien 5 – der Berg Nemrut


Anatolien 5 – der Berg Nemrut und sein Geheimnis

Weltausstellung 2000 in Hannover. Pavillon der Türkei. Vielleicht schon absehbar, dass dieses Land einmal unsere Wahlheimat sein könnte? Riesiges Panoramabild des Nemrut. Sehnsucht, ihn einmal besteigen zu dürfen; große Sehnsucht.

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Das erste Mal, es mag 2005 oder 2007 gewesen sein. Quer über Stock und  Stein, hinaufgekeucht, man ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Taksi, Taksi! Ein Esel hinter uns. Ihn zu besteigen kam nicht in Frage; was sollen denn die Leute denken. Den Großkopfeten Auge in Auge gegenüber zu stehen. . . Im Louvre Jahre zuvor blinzelte mir eine der drei Grazien zu, nur mir. Ein Lichtstrahl auf Ihrem Auge. Meine liebe Frau und ich schmunzeln heute noch.

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Zeus und seine Mitgötter und Mitkönige blinzeln nicht. Sie schauen dich an – und sie treffen dich ganz innen. Spinnerei? Mag sein. Doch wenn die Abensonne sich anschickt, die andere Hälfte des Globus zu erwärmen, dann leuchten sie für Minuten in reinem Gold. Spinnerei? Natürlich.

Auf der GAP-Tour nun Nemrut die Dritte. Im letzten Jahr schon war Ordnung beim Aufstieg geschaffen, kein Taksi mehr, Fußmarsch nach oben, Auswahl, ob Ost oder Westweg gewählt wird. „Genuss“ stinkender Dieselschwaden bis zur stillgelegten Mittelstation. Aufstieg dieses Mal über die Ostroute, die ist länger. Gut ausgebaute Stufen.

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Freudiges Wiedersehen mit den Damen und Herren aus Stein. Fröhlich haben sie nicht in ihre Welt geschaut. Dieses Mal blickten sie ausgesprochen abweisend; es war ein trüber Tag mit einigen kalten Tropfen vom Himmel, fast war man versucht, Tropfen an den angebufften Nasen zu finden – und diesen abzuwischen. Selbst die Sonne war nur zu erahnen.

Die Jacken zu-, die Nasen hochgezogen der Abstieg in die Dämmerung, ohne Taksi, ohne Dieselmief, laufen wir? Klar doch, und zwar bis unten zum Ausgang. Götter sind zuweilen launisch; ob sie zürnen ob der Frage, ob sie diesen grünlichen oder rötlichen Glibber, als Götterspeise angepriesen, selbst gegessen haben?

Müde. Glücklich. Nicht zum letzten Mal. Wir kommen wieder, wenn ihr besser gelaunt seid. Inshallah . . .

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. . . „und mitten auf dem Kurfürstendamm . . .  Vor der Brücke aus römischer Zeit in der Umgebung des Nemrut sieht Luise den Lieferwagen des Hotels im Örtchen Karadut, wo Andreas, Denniz und ich im letzten Jahr wohnten – und den Sohn, der uns die Umgebung zeigte und erklärte.

Bilder wieder von Luise

 

 

 

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