Setzen, Herr Oberlehrer – nachsitzen!


Am gestrigen Freitag ein zuförderst angeregtes Gespräch mit einem Landsmann aus Mahmutlar: „wir ziehen alsbald ein weiteres Mal um! Wenn mit in Sachen Wohnqualität etwas querkommt, dann ziehen wir einfach um; schließlich gibt es genügend Wohnungen!“ Ers zählt alles auf, was ihm am jetzigen Domizil nicht gefällt.

„Nein, wir ziehen nicht mehr um!“ Seine schweigsame Ehefrau spricht ein Machtwort. „Doch, natürlich ziehen wir wieder um“ wird sie abgebügelt. Es folgt eine ausführliche Belehrung über unser gemeinsames Gastland Türkei. Natürlich seien alle diese Türken, ungebildet, nicht bereit, zu arbeiten, unwillig, unfreundlich, haben keine Kultur, können nichts – eine Litanei der weniger feinen Sorte

Die Standardfrage, weshalb er in einem so widerwärtigen Land domiziliere, nicht kommentiert. Meine Replik, dass hier schon eine Kultur anzutreffen war, als die Germanen sich den Hintern noch an den Föhren wetzten. Eine Kultur, die aus tiefen Quellen schöpfen konnte. Ich zähle die nachhaltigen Veränderungen auf, die wir in runden zwanzig Jahren Türkei erlebten. Ohne die Dinge zu übergehen, die sich noch ändern mögen.

Der Zuhörer, alsbald Teilnehmer dieses Streitgespräches mischt sich zustimmend ein. Aber das war ein junger Spund von gerade mal siebzig Jahren, also noch ohne jegliche Lebenserfahrung . . .  Gemeinsam lassen wir diese unerquickliche Suada auslaufen. 

Aus einem verkniffenen ***** kommt eben kein fröhlicher ****

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