Zinnsoldaten


Zinnsoldaten. Von hinter dem wild schäumenden Dimcay kommend, kurz hinter Tosmur und noch vor Oba werden die drei Spuren der D 400 von drei auf nur noch eine Spur verengt. Ein Wachhabender lugt grimmigaufmerksam in jedes Fahrzeug, immer auf der Hut nach möglichen Übeltätern. Hin und wieder winkt er scheinbar willkürlich Fahrzeuge nach rechts heraus. Da wartet die Police mit der Registrierkasse. Es gibt auch in unserer Wahlheimat Gesetze – anschnallen, nicht telefonieren usw. usw. Nur nimmt man es erst genauer damit, wenn, siehe weiter vorne.

Uns mit unserem Phaeton nimmt man mehr oder weniger gar nicht wahr. Nur gestern, am Sonnabend vorm dem dritten Advent, stellt der Uniformierte sich quer, winkt uns rechts heraus. Vorausgehend dirigiert er uns – langsam, langsam bitte, vor eine Gruppe Uniformierter.

Die grinsen über alle vier Backen, erfreuen sich am Phaeton und den beiden Ollen, die drin, oder drauf, sitzen, genießen, winken fröhlich einige übertriebene Verbeugungen und wir dürfen weiter in den Technikmarkt, eine neue Lokusbrille zu erwerben.

Wie die Zinnsoldaten standen sie nicht gerade in Habachtstellung, eher wie ein . . . . .strahl. Kein zackiges Salutieren; hätte man ja wohl noch erwarten dürfen. Aus eingefleischter Haltung vor den Repräsentanten der Obrigkeit verkniff ich mir die Frage: „Wo hamse jedient?“ Menschen halt, Menschen in Uniform . . .

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