Noel Pazarı – Alanya genießt den 10. Dezember


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Noel Pazarı – Alanya genießt den 10. Dezember, der zweite Advent gehört dem achten hiesigen weihnachtlichen Markt. Hier wird das christliche Weihnachten reichlichst von muslimischen Menschen zusätzlich – oder hauptsächlich begangen. Der Himmel schickte nur wenige Tropfen auf die fröhlichen Menschen und hielt sich mit weiterem Gewässer von oben gar sehr zurück.

img_20171210_135753.jpgViele Bekannte, Freunde und Freundinnen,  feiernde Mitmenschen eben. Da macht der Berichtende nebst Ehefrau gute Miene zu den Leuten, die dir pausenlos die Kinderkarren in die Hacken knuffen. Schließlich ist es das Fest der Versöhnung – und des Genusses – vor allem das Überangebot an Gezuckertem musste durchprobiert sein. Der bekennende Diabetiker darf am heutigen Abend das Messen nicht vergessen – und das Erschrecken. Aber es ist ja Weihnachtsfest zu Alanya.

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Die alljährlichen Dauerredner, sauber aufgereiht nach Wichtig, wichtiger, am Wichtigsten, wir verkniffen sie uns.  Der gar weihnachtlich klingende Gesang, schallend den Weihnachtsmützen entspringend lautsprecherverstärkt dargeboten, er suchte die Abstimmung mit den Instrumenten. Macht nichts, es ist Weihnachtsmarkt zu Alanya.

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Die Fischsuppe, gerührt im großen Kessel auf Holzbohlen gewärmt, sie wollte nicht garen. Weihnachtsmarkt in Alanya. Macht nichts, Kekse, Pfefferkuchen hart wie Panzerplatten, Süßes, Anregendes zuhauf. Ich kreise mit klebriger Zunge um die mannigfachen Bottiche mit glühendem Wein, nicht sicher, ob es sich um richtigen Glühwein handele. Auch Muslime sprechen dem rötlichen heißen Trank zu. Weihnachten kann kommen – es war der, wenn ich mich nicht verzähle, das zehnte Mal, die Belediye ließ sich nicht lumpen am großen Baum und an den aufgestellten Buden, wie in jedem Jahr.

Viele Nationen waren friedlich miteinander, vielen Ehrenamtlichen gehört viel Anerkennung!

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. . . der steht hinter dem Weihnachtsmarkt – unbeachtet . . .

 

 

 

 

Der zweite Advent und die gehenkten Elche


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Der zweite Advent und die gehenkten Elche

Seit Jahren drehen sich die Elche, macht man ihnen ein warmes Feuer unter den Allerwertesten. Es wird an einen Bunkerlicht entzündet, vermutlich heißen diese Lichtlein heute nicht mehr Bunkerlichter, weil es doch keine Bunker mehr gibt und die Welt rundum in tiefem Frieden versinkt. Weil es doch Weihnachten ist.

Die kleine Elchlichterwelt kommt aus der Mitte Schwedens und in jedem Jahr drehen sie sich die Adventszeit hier in der Hütte in unserer Wahlheimat Türkei.

Eine frohe Adventszeit allenthalben – und blenden wir diesen einen Augenblick alle Niedertracht der politischen Kaste, alles Morden rund um die sogenannten heiligen Stätten einfach aus.

Der Weihnachtsmarkt zu Alanya ruft!

 

Kater Lysator – Besuch eines alten Herrn


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Vor mehreren Monaten verabschiedete sich Dauerpensionär Kater Lysator mit einem Rundgang durch die Hütte und ward nicht mehr gesehen. Abgeschrieben bei uns einiges wehmütig. eben steht er wieder auf der Matte, laut sein Katerfrühstück einfordernd: „Mir steht zu und ich habe Anspruch! Ein bisschen plötzlich, wenn ich bitten darf und gleich die doppelte Portion!“

So wie früher schon über Jahre verbittet er sich jedwedediges Anfassen, Streicheln gar. Zumindest wissen wir, dass es „unseren“ Kater Lysator noch gibt, einmaliger Überraschungsbesuch – oder wieder die ihm zustehende Verpflegung.

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Fettlebe in Kütürüp


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Fettlebe in Kütürüp – das Leben ist unvollständig, ist man nicht mindestens einmal in diesem in Kütürüp gewesen. Bei uns Beiden war das heute. Kütürüp ist eine uns bis dato unbekannte Mahalle in Alanya. Ursprünglich die Ortschaft, ursprünglich die Häuser, alles in allem das genaue Gegenteil des schräg gegenüber am Hügel liegende feine Bektash.  Nach einem Gespräch tiefer unten in der Stadt, biegt unser Partner überraschend ab, hinauf in die Berge. Er heißt wie sein Dorf zu seinem Haus. Backtag für die Brotwintervorräte.

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Luise wird hineingesogen in den fröhlichen Kreis der Fladenbäckerinnen und wir Kerle, es kommen, wie bei Türkens üblich mehrere davon zusammen, wir werden in einer besonderen Weise mit gefülltem Gebackenen verwöhnt – und immer und immer wieder noch eins, denn die Füllungen müssen durchgestet werden.

Die schon für uns nackig gemachten Mandarinen dürfen – natürlich – nicht stehengelassen werden. Satt und zufrieden passen wir kaum noch ins Auto, dürfen nicht fortfahren ohne eine prall gefüllte Tüte. Wir könnten ja in unserer Mahalle hungers sterben und das lässt keine türkische Gastgeberin auf sich sitzen. So sieht es aus und so fühlt es sich an, in dieser unserer leider viel zu oft niedergeschriebenen Wahlheimat Türkei . . .

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