Straßenkatze a. D. jetzt Hausbesitzerin


„Dieser lausige gerupfte Kranich da hinten in Berlin hat sich, mit wohlwollender Zustmmung von ganz oben, die Air Berlin unter die Krallen gerissen!“ Katzekatze schmeißt vermutlich immer den Computer an und liest die Wirtschaftspresse. „Was dieser lahme Vogel kann, das kann ich auch!“ 

Sie hat nach reiflicher Überlegung und strategischer Überlegung über mehrere Probenächte nun unsere Hütte übernommen. Vereinbart war mit ihr, dass sie sich tagsüber drin aufwärmt, frißt, Streicheleinheiten abfordert, abends dahin schleicht, wo sie einst hergekommen ist: nach draußen.

Nun ist sie Hausherrin. Wir durften uns als ihre Bediensteten neu bewerben, selbstverständlich mit deutlich verminderten Rechten. Diese beschränken sich auf Reinigung, Futterbeschaffung und Einrichtung von Schlafstellen dort, wo Madame es wünscht. Derzeit auf dem halbhohen Schrank im Schlafzimmer welches wir bis auf weiteres auch benutzen dürfen. 

In der Frühe, wenn der Muezzin die Gläubigen zum Gebet auffordert, springt sie über uns: „Rutscht mal gefälligst! Einer streichelt, der andere döst weiter lediglich auf der Bettkante, denn das Vieh, Verzeihung bitte Katzekatze, legt sich quer. 

Die Hausschlüssel hat sie uns noch nicht abgenommen, aber wir sind auf alles gefasst. Ach, wir Armen. Aber wer sich so seidig anfühlt, so zart fordernd, aber wehe, es geht nicht so schnell wie von ihr gewünscht, was soll man da tun?

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