Salım


Salım. Salım hat natürlich auch einen Vaternamen, aber der soll hier nichts zur Sache tun und vileicht erkläre ich das später auch. Pättärr-Luiza! Ich bin Salim. Der Student mit einer Ausbildung im Studienfach Hotelmanagement hierorts an der Fakülte, die später zur Universität wurde. 

In der ersten Etage Alanyum springt er uns über den Weg, immer noch die blitzenden wachen Augen, die Haare wieder etwas übersichtlicher, als er das falsch herum aufsitzende Cappy unseretwegen lüftet. Der Student vor nur noch mühsam nachzuhaltenden Jahren. In der Zeit, als ich noch ehrenamtlicher HIlfsbremser im Deutschunterricht der Fakülte war, sind viele Studentinnen und Studenten zu Freunden geworden, in alle Welt inzwischen verteilt und immer noch in Kontakt.

Vor Jahren besuchten wir ihn und seinen Freund als Praktikanten im Maritim Hotel Reichshof in Hamburg. Das gibt es nicht mehr. Aber die Beiden am Gästempfang zu beobachten war mehr als beeindruckend. Beide arbeiteten nicht etwa im Reichshof! Souverän waren sie der Reichshof, als wären sie die Eigner. Wir beide sehen sie dort noch vor uns.

 Da muss diese Freundschaft vertief worden sein. Beide betrieben neben ihmrm Studium einen bescheidenen Studententreff in der Nähe der Fakültät, ich war häufig Gast dort und noch nebenbeier – aua! – ein Lokal in Alanyas Vergnügungsmeile und hautsächlich drückten sie die aufsteigenden Reihen, ihrem Dozenten zu lauschen, S. spricht immer noch ein verständlilches Deutsch, was dem Sprachmuffel das Kommunizieren erleichtert. 

Er habe vor einigen Jahren geheiratet und schon einen Monat hernach war seine Tochter auf der Welt, S. der Plötzliche. Er wohnt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Diyrbakir, kommt nach Alanya, Arbeit zu finden und fährt in wenigen Tagen vorzeitig ab; eine zu spät einsetzende Saison sei zu früh beendet. Wird lauter, deutlicher einen Namen, dessen übergroßer Einfluss die Misere ausgelöst habe. Wir zucken zusammen, es ist gar nichtr opportun, das auszusprechen, schauen uns um. 

Liegt es womöglich an der Ausleuchtung des Obergeschosses im Alanyum; wir sehen eine blass gewordenes ehemals junge und vorzeitig gealterte Physignomie eines einst frohen Menschen. In mir kocht sie wieder, dieWut nein, nicht ein diffuser Zorn auf einen Unerreichbaren. Sondern auf die Dorftrompete und deren Anhängerinnen, die alles so richtig und so überaus positiv hinaustrompeten. Sind ihnen die Salıms gerade eben aus dem Blickfeld geraten, siehen sie nicht das human capital, welches ungenutzt ist? Sie werden sicher nicht seine persönliche Seite einsehen wollen. Ich nenne diese auch nicht, denn sie ist nichts für zarte Nervenkostüme!!!

Wir haben die Einladung unseres Freundes, der uns wiederfand, angenommen und werden – vielleicht noch vor Einbruch des Winters in Diyarbakir besuchen, seine Familie kennen lernen und er wird uns seine Stadt zeigen. Diyasrbakir soll sehr sehenswert sein, aber es wird vermutlich kein Spaziergang werden . . .

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