Auf Euch soll´s rote Rosen regnen . . .


Auf Euch soll´s rote Rosen regnen . . .

Bild könnte enthalten: Dämmerung, Himmel, Ozean, Natur, im Freien und Wasser

Abend am Eğirdir See.
Akşam Eğirdir gölünde Foto Luise Hockenholz

Dieser See soll, neben Isparta, der einzige Hinweis auf die Geographie sein, die ein Wochenende mit uns verbracht hat. In Sachen Rosen, Rosenfest, Rosenmarmelade, Rosenschmiere für Gesicht und Hände, Rosen um die Hirne von Rosenreslis und Rosinanten gewickelt. Rosen eben.

Rosen, jene ungezähmten Ursprungs, wie sie einst der Schöpfer den Menschen zur Seite stellte, sie wachsen zu Millionen hoch oben im Taurus um die Stadt Isparta auf der Taurushochebene. Unscheinbare Blüten, die in diesen Wochen zu Millionen geerntet werden und deren Duftwunder uns erfreut. Einige Dutzend durften wir mit kalten klammen Fingern selbst ernten. Nun verduften sie allzu schnell.

Vier Kilogramm Rosen sind vonnöten, um ein einziges Gramm kostbaren Rosenöls zu erlangen. Die Werkanlagen, in welchen die Kostbarkeit gewonnen wird, nichtssagende kühle Technik. Sehens- und hörenswert, wenn Osman bey, Herrscher über die  Damaszener Rose, ihre Herkunft und ihre Ausbeute berichtet. Im Herbst sei die Freundschaft  erneuert und für das  Frühjahr eines hoffentlich neuen Jahres verspricht er uns vorgezogene Stecklinge der optisch so unscheinbaren Sorte, die  so unendlich gut duftet.

Der Abend am Eğirdir See, er soll der zweitgrößte Binnensee unserer Wahlheimat Türkei sein, war der Höhepunkt nach dessen Umrumdung. Lichtkristalle auf dem Wasser, Sonnen- und Schattenspiele an schroffen Felsformationen, Blüten, die Aufnahme jeder Faser an Eindrücken. Kleine Pausen fast im Minutentakt, halt  mal, guck mal da den Stein, die Blüte, den Eindruck. Klaudias Finger am Knopf der Kamera angeklebt, hier wächst ein neues Fotobuch heran.

Die Bedürfnisse des Alten erheblich näher am Boden. Ist erst alles wieder korrekt verpackt, sieht er das Naheliegende,  Wachsende. Frische nach Natur duftende Wacholderbeeren auf Augenhöhe. Sie konservieren sich selbst und warten auf Futter, das nach Wacholder schmecken soll. Hmmm…

Alte und verdrießlich gewordene Kerle sind abhold einer jeglichen neuen Freundschaft. Abendliche Gänge in der Dämmerung und in der Dunkelheit veränderten die Sichtweise. Knut und ich erklärten einander die Welt auf der nächtlichen Rückkehr von einer missratenen Lokalempfehlung. Unsere Welten lagen gar nicht so weit auseinander… Riecht und schmeckt nach mehr! Abschied zwischen Dreitage- und Vollbartkontakt rechts und links, nicht politisch umdeutbar. Knut, Knuhuut, machen wir bald weiter in Sachen Freundschaft zwischen Bizim köy und Sarağlar Mahallesi? Grüße und Dank!

 

 

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