;Bombola – ein paar Worte nur…


Gestern, am letzten Tag des Oktobers zwanzigsechzehn wurden die letzten Besucher und Kunden noch einmal mit kleidsamem Preiswerten bedient. Heute dürften die Kleiderstangen abgeräumt sein. Eine Institution hat aufgehört zu existieren. So an die 10 Jahre lang bestand Bombola. Ines und Mathias Goldstein managten den offiziell eingetragenen Verein neben dem eigenen Unternehmen. Der soll zum Jahresende erlöschen.

Viele freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verliehen ihm ihr Gesicht, ihre Zuwendung. Menschen, deren Etat Neuanschaffungen nicht erlaubten, fanden hier Kleidsames – und empathische Zuwendung. In Alanya gab und gibt es bis zum heutigen Tage Arme und Ärmste. Manches Mal steckten die Bomboladamen der einen oder anderen Frau aus eigenem Geld die notwendigen Lira still und leise zu. Dieses ist kein Nachruf, sondern soll einigen Einiges zu denken geben.

So eine Schließung gibt – natürlich, denn dieses unseres Alanya ist eine Kleinstadt – zu allerlei Mutmaßungen Anlass. Ich meine, vor allem Ines Goldstein hätte von behördlicher wie vom Verein wie auch von den Offiziellen in den fas zehn Jahren mehrfach aufmunternde Anerkennung erwarten dürfen. Der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein. Aber die kam nicht. Mit ihr die Damen, die im persönlichen Kontakt mit bedürftigen Menschen ihr Ehrenamt ausüben. Aber auch da kam nichts!

Bombola veranstaltete zwei Mal im Jahr einen Bazar. Für alles war gesorgt, selbst ein Sachkundiger erzeugte „Musik“ – grrrrr. Meine Liebste motivierte: mach mit, wir brauchen jede Hand. Meine Aufgabe: aus Germanien angekofferte Sauerkrautgläser und Bratheringsdosen anzubieten. Der Sturm brach unvermutet los: einige klauten, einige wurden aggressiv, weil der Tisch im Nu leergekauft – und vermutlich auch geklauft – war. Minus in der Kasse – nie wieder…

Bombola hätte mehr Aufmerksamkeit für ihre Aktivitäten gebraucht. Wo waren die beiden führenden Hochglanzpostillen? Auch Wohltätigkeit muss nachhaltig vermarktet sein, vor allem von solchen Vereinen! Kerstin und Jimmy Oezdel vermarkten professionell eine Welpenschar und deren Mutter! Jeder Interessierte darf sich demnach glücklich schätzen, überhaupt eines dieser munteren Kleinen erwerben zu dürfen! Super. Rockefeller sagt  man den Ausspruch nach: selbst wenn ich jeden $ für fünfzig Cent abgebe, müsste ich die Sache werblich unter die Leute bringen. Tschüss Bombola. Schade! Ihr wart gut!! Nur leider blieb die interessierte Öffentlichkeit zu viel und zu lange außen vor.

Diese Menschen werden weiterhin sozial tätig bleiben! Weiter so, ihr Lieben – und danke für den Kaffee gestern!

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