…. und die Morgenfrühe, die ist NICHT meine Zeit….


img_20160913_080900.jpg… meinem Leasinghund aber schon! Immerhin beginnen schon nach wenigen Tagen die Erziehungsmaßnahmen – mit Erfolg. Damit kein  Missverständnis aufkommt: nicht ich ihn, er mich!

Seine Leute, Rıza und Aynur, unsere lieben Freunde, befinden sich samt meiner Liebsten auf Balkantour – Erdbebenfühlen in Sofia, dann fix nach Tirana, dann – ich kann dich nicht erreichen, wir verbringen die Nacht wieder in einem Bus. Aua.

Der Olive, das ist kein grammatischer Fehler, denn der Olive ist ein Ausbund von einem Hund – Zeytin. Herzlichst von den Nachbarkindern fast kahl gestreichelt, wohnen wir zusammen. Zwischen Tag und Tau, so gegen halb sechs in der Frühe, schlappert eine Schnauze an meiner heraushängenden Hand. Noch schlafen wollen – is nich. Dann wird es härter, nasse Hundeschnauze im Gesicht. In meinem Gesicht. Wutbrüll. Umdrehen nützt nichts. Dann wird die Decke hochgehoben und meine Füße – igitt!

Kontrolle unter der Dusche! Er mich, nicht ich ihn! Frühstück – schmink es dir ab, Alter, erst geht es hinaus. Vor dem Ausgang Personen- und Hundekontrolle durch Kater Lysator. Der Gelbgestromte lebt in seiner Zweitwohnung in Vollpension. Man kennt sich, lässt uns passieren. Vorsicht, unser einst stilles Dorfgässlein ist zur Abkürzungsrennstrecke mutiert. Aber jeder zweite Rennteilnehmer grüßt, man kennt sich.

Zerre rechts, zerre links, was stört den Zeytin der Verkehr. Damit wir auch sicher wieder zurückfinden, markieren wir beide immer nach einigen Metern ein paar Tröpfchen. Einer von uns. Der bin nicht ich, habe noch Reste guter Erziehung im Vorrat.

Gestern musste ein ausgewühlter Knochen mit zurück, heute früh habe ich ihm eine ziemlich liederlich gewordene Paprikaschote entrissen. Das Prozedere wiederholt sich drei bis vier Mal fast eine Stunde. So ein Renntier hat ja auch sonst nichts zu tun. Nun schläft die muntere Olive, nachdem sie mir bei meinem frugalen Frühstück jeden Bissen in den Mund zählt.

Du weißt, Köter, dass du bei Tisch nichts kriegst. Kriegt er auch nicht. Niemals. Nur, wie kommt es, dass mir nun immer nur die Hälfte zum Kauen bleibt? Nun schläft sich das Vieh aus und ich kann das hier eben tippen. Nur noch zwei Stunden, dann heißt es wieder: Gartenschlappen an.

Heute nur drei Mal, denn abends tagt in Alis Bahnhof die Vas, die Vereinigung alter Säcke, äh Herren. Denn auch der Leasinggeber braucht Sozialkontakte, ohne mit dem Olive an jeder Mülltonne schnüffeln zu müssen.

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