Leibniz Botschafter – Interessantes aus Hannover


Hallo Herr Hockenholz,

ich melde mich als ein Praktikant des Vereins Politik zum Anfassen e.V. aus Hannover, Isernhagen bei Ihnen.

Ich verfolge seit einigen Tagen Ihren Blog und Ihr Geschriebenes über das Leben in der Türkei und allerlei interkulturellen Austausch. Aufmerksam geworden bin ich auf Sie – zugegebenermaßen – durch meine Chefin Monika Dehmel. Sie lässt herzlichst grüßen!

Ich schreibe Sie an, da wir ein neues Projekt in den Startlöchern haben, den „Leibniz Botschafter“. Innerhalb dieses Wettbewerbes sollen Gruppen aller Art, ob Schulklasse, Mannschaft, Kunstgruppe etc., Projekte zum Wirken Gottfried Wilhelm Leibniz erarbeiten.

Die verschiedenen Beiträge sollen, wie Leibniz zu Lebtagen, interdisziplinär und/oder international gestaltet sein. Zum Aspekt des Internationalen fielen Sie uns für eine Kooperation ein, um die Aufmerksamkeit für dieses Projekt zu steigern.

Sind Ihnen Gruppen bekannt, die an einem solchen Projekt teilnehmen wollen würden? Gibt es ein Pendant zum Universalgelehrten Leibniz in der Türkei?

Hätten Sie also insgesamt Interesse, sich gemeinsam mit uns damit zu beschäftigen? Wir würden uns sehr darüber freuen und stehen Ihnen jederzeit für weitere Fragen zur Verfügung. Ich hänge Ihnen ebenfalls einen Flyer dieses Projektes als PDF-Datei an.

Ich freue mich sehr auf Ihre Rückmeldung, ebenfalls erreichen Sie mich unter der Mail: driether@politikzumanfassen.de

Liebe Grüße aus Hannover,

Dennis Riether Politik zum Anfassen e.V.

Leibniz Botschafter Hannover ist Leibniz

…. im Garten grünt ein zartes Fingerchen…


…… natürlich grünt und blüht da so einiges – und nach der Türkenhacke ist die batteriebetriebene Heckenschere wichtigstes Arbeitsgerät. Habe heute gerade mal wieder einigen Großgewordenen einen hair cut angedeihen lassen. Ob große, ganz große und übergroße Büsche den Scheren hohnlachend widerstanden.

Dabei entdeckte ich ein zartes kleines Fingerchen – wenigstens an einer Stelle von dreien, wo ich vor gefühlten zehn Jahren je eine Ingwerknolle vergrub. Die diversen Seiten in Sachen Alternativen Gärtnerns empfahlen, einigermaßen frisch aussehende Ingwerwurzeln zu verbuddeln und zu warten. Eine dieser Stellen kriegt regelmäßig Wasser – und lohnt es mit Unkraut. Eine andere – weiß nicht mehr, wo sie ist, altersbedingte eingeschränkte Hirntätigkeit, ach hätte ich doch nur überall einen Pflock eingeschlagen. Aber aus einer zeigt sich seit gestern ein ungefähr fünf Zentimenter langes Pflänzlein – Ingwer. Ingwer – cencefil – wie man hierzulande sagt. Ingwer aus dem Garten!

Wer einen auch noch so kleinen grünen Finger nach mehreren Wochen hat, der will auch alsbald eine ganze Ingwerhand…..

Dreiklang der Misstöne…..


Dreiklang wird zumeist als wohltuend empfunden, wenn es einen solchen auf die Ohren gibt. Längst schallt er nur noch eingeschränkt von Kirchtürmen und tut deshalb wohl auf Christen- und anderer Leute Ohren.

In unserer Wahlheimat Türkei schallt selbiger nicht, sondern zu Zeiten wird er hin und wieder quälend. Es geht um die unheilige Allianz von abgestelltem Wasser, abgeschalteten Strom und, Allah sei es geklagt um die Verlangsamung des so gut wie unentbehrlich gewordenen Mediums internet.

Das Maß der Dinge läuft über, wenn diese drei Dinge geballt über die Geplagten herfallen, das ist dann wie ein Rückschritt in die Vormoderne – und dann entschwindet die gute Laune.

Denn sie melden sich nicht an, wie es sich für zivilisierte Besucher geziemt. Sie kommen, wann und wo sie wollen. Kommen sie einzeln, ertragen wir sie. Es bleibt ja anderes nicht übrig.

Heute gab sich das Wasser die Ehre des Fortbleibens. Kommst du farbecht eingefärbt an Leib und Kleidung von der Ernte der kara dut und freust dich auf die reinigende Dusche – Pfifedeckele. Kein Wasser da. Mal wieder. Und immer mit der tröstlichen Gewissheit der Behörden, dass alles nur noch besser werden kann.

Lerne leiden  ohne zu platzen! Getippt mit lila eingefärbten Fingern, ergänzt durch schwarze Fingernägel. Tröstlich bei allem Elend, der pool ist voll genug, die Eimer für die Toiletten werden würdevoll hineingetragen. Meist platzt es ja aus der Leitung, bevor der letzte Tropfen geschöpft ist. Und ehe die Schmeißfliegen um die Hütte summen……

….. so schmalzt die Zeit dahin…


…..“ich kriege das hin, verlass dich drauf!“ Wenn meine Liebste sich etwas in den Kopf setzt, dann zieht sie das durch. Es geht um das Kostbarste in einer jeglichen Küche. Um nichts Geringeres als Butterschmalz. Vor gefühlten siebenhundert Jahren gab sich die geehrte Firma Bim die Ehre, diese Butterschmalzbecher im Sonderangebot zu führen. Gestern war der Tag des Anbruchs des letzten Bechers. Nimmermehr gab es diese Köstlichkeit zum Backen, Braten, Kochen in Alanya zu erwerben.

Schon gar nicht hinter dem wild schäumenden Dimcay, obwohl unser Örtlein, zubetoniert inzwischen, auch mit neuen Filialisten schmückt. Noch bevor das butterschmalzige Ende nahte, mailte ich an die Firma, welche in Denizli Butterschmalz produziert. Entweder war mein Englisch zu mies, dass die Leute Bahnhof verstanden, es kam keine reponse.

Heute nahm meine Frau die Sache und das Telefon in die Hand. Mit engelhafter Geduld telefonierte sich durch die Butterschmalzberge zu Denizli. Der Allgewaltige dort war zu Tisch. Afiet olsu. Weiterer Anruf, weiterer Anruf, weitere Anrufe. Immerhin die Aussicht, Butterschmalz beziehen zu können, wenn mindestens eine Tonne davon abgenommen wird. Etwas happig, so eine Tonne Geschmälztes.

Aber: rufense mal in Antalya an, die Nummer wurde geliefert, ganz ohne die Verpflichtung, eine Tonne abzutelefonieren. Aber – ach Antalya: da müssense mal in Denizli anrufen. Mir kroch der Zorn in die Glatze. Meine Frau blieb kühl bis ans Herz hinan. Ah, Aufatmen. Metro Antalya führe das Wunschbutterschmalz. Aber Metro Alanya: nicht. Noch nicht!

Noch ist das Produkt zwar in Antalya, aber – noch – nicht in Antalya. Wer denkt, das es nun kein Butterschmalz in Alanya gibt, der kennt Luiza nicht…. des -Telefonierens ist noch kein Ende….

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… nur der link zum ZEIT Beitrag ist hier fett…


http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-05/zucker-verschwoerung-ernaehrung-fett-uebergewicht

Die Zucker-Verschwörung

Hätten wir doch nur auf diesen einen Ernährungsforscher gehört! Er warnte schon vor 40 Jahren vor Zucker. Aber die Anti-Fett-Lobby machte ihn mundtot.

https://www.campact.de/ttip/appell/teilnehmen/?utm_campaign=%2Fttip%2F&utm_term=Link3&utm_content


Diese e-mail kam heute: bitte macht mit, Euer Name auf der Liste hilft mit, den Wirtschaftskrieg der USA gegen Europa nicht beginnen zu lassen!. Danke!

Lieber Peter Hockenholz,

was wir alle uns anhören mussten: Wir seien „reich und hysterisch“[1], verbreiteten Verschwörungstheorien und seien Antiamerikaner. Die gestern veröffentlichten TTIP-Leaks aber zeigen, wer hier falsch gespielt hat: Es waren die EU-Kommission und die Bundesregierung, die die Wahrheit über die TTIP-Verhandlungen unterschlagen und die Bürger/innen in Europa bewusst getäuscht haben.

Die von Greenpeace präsentierten Dokumente zeigen, dass TTIP ein bitterböses Tauschgeschäft auf Kosten der Bürger/innen ist: mehr Auto-Exporte gegen höhere Toleranzwerte für Gifte in Nahrungsmitteln und Kosmetika. So also sollte das laufen…! Gentechnik und Hormonfleisch liegen eben doch auf dem Verhandlungstisch. Und die Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks greift nach der Macht, die Gesetzgebung in ihrem Sinne zu bestimmen.

n einer ersten trotzigen Reaktion hält die Bundesregierung weiter an TTIP fest – obwohl bereits die Hälfte der SPD-Bundestagsfraktion ein Ende der Verhandlungen fordert.[2] Jetzt müssen wir noch den Rest überzeugen! Dazu brauchen wir Ihre Hilfe! Über 700.000 Bürger/innen haben unseren Appell gegen TTIP bereits unterzeichnet – jetzt sollen es 1 Million werden! Seien Sie dabei, sagen auch Sie Nein zu TTIP!

Die TTIP-Leaks können dazu führen, dass die Große Koalition keine Mehrheit mehr für das Abkommen hat. In der SPD-Fraktion führt der Abgeordnete Matthias Miersch den Widerstand an: „Unter solchen Bedingungen macht es keinen Sinn, weiter zu verhandeln“, sagte er zutreffend.[3] Lassen Sie uns TTIP jetzt zu Fall bringen, ehe es SPD-Chef Sigmar Gabriel gelingt, seine Fraktion wieder auf Linie zu bringen.

Das ist unser Plan:

  • In den kommenden Wochen werden wir gemeinsam mit unseren Kampagnenpartnern des Bündnisses TTIP Unfairhandelbar die Leaks analysieren und die darin versteckten Skandale öffentlich machen. So halten wir das Thema in den Medien und machen es den  TTIP-Kritikern in der Regierungskoalition schwer, umzufallen.
  • Am 24. September werden wir mit mindestens sechs großen Demonstrationen in Hamburg, Köln, Frankfurt, München oder Nürnberg, Stuttgart und Berlin deutlich machen, dass der Widerstand gegen TTIP immer stärker wird.
  • Mit einem Volksbegehren in Bayern wollen wir das Abkommen CETA mit Kanada zu Fall bringen. Dieses Abkommen wäre TTIP durch die Hintertür – und sein Scheitern würde das Ende von TTIP beschleunigen.
  • Wollen Sie über diese Aktivitäten informiert bleiben, daran teilhaben, andere darüber informieren können? Dann unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell gegen TTIP und werden Sie Teil der größten sozialen Bewegung seit vielen Jahren
  • Vielen Dank für Ihr Engagement

    Maritta Strasser, Campaignerin

    PS: Im Lager der TTIP-Fans macht sich zunehmend Verzweiflung breit: nichts will mehr gelingen. Aber täuschen wir uns nicht. Wir haben noch nicht gewonnen. Das Spiel endet erst mit dem Abpfiff! Deshalb werfen wir noch einmal alles nach vorne:

  • https://www.campact.de/ttip/appell/teilnehmen/?utm_campaign=%2Fttip%2F&utm_term=Link3&utm_content=

Unser Tänzchen in den Maien….


Wir die wir in unserer Wahlheimat Türkei deutscher Pünktlichkeit entwöhnt wurden, sind positiv überrascht: auch hierzulande war der erste Tag nach April nachweislich der erste Mai! Der Monat, in welchen altem Volksbrauch nach hinein getanzt wird. Da wollten wir keinesfalls nachstehen – und wagten es ebenfalls.

Runter vom Soffa – und hoch das Bein, insoweit das noch gegangen ist. Na, Alterchen, ein wenig flotter, wenn ich bitten darf. Mit meiner Liebsten ging das Temperament durch. Bis ich sie rücklings übers Knie schwingen wollte. Protest! So musste ich sie nicht vom Fußboden auflesen..

Von Deutschland war zu vernehmen, dass hunderte Besen im Eck oder im Schrank blieben; das Wetter sei zu schlecht gewesen. Vermutlich lag es an mangelnder Kleidung, dass der traditionelle Ritt auf den Blocksberg teilweise unterblieb. Das war in unserer Jugend noch viel besser. Da sang man: haste kalte Beene, haste kalte Beene, tanze boogie woogie, haste keene. Haste nasse Socken, haste nasse Socken, tanze siehe weiter vor, sindse trocken.

Die Leute haben wohl keinen Mumm mehr. Ist ja auch kalt und unbequem aufm Besen, aber es gibt inzwischen doch Drohnen. Man kann diese allerdings noch nicht selbst starten, dazu braucht es den Ehemann – und der kommt vielleicht auf Gedanken…..

Wir kochen dieweil wieder einmal einige Gläser mit kara dut ein und den Riesenbeutel voll vom Nachbarn geschenkter Mushmullahs. Soll ja auch über den Wonnemonat hinaus noch Marmelade auf der Stulle sein. Nahrhafter erster Mai.

Schönen ersten Tag des Wonnemonates!