In die Türkei auswandern? Doch nicht so was!


Sechs triftige Gründe, in die Türkei auszuwandern?

Alex Hofmann, Initiator der Plattform Auswandern2: schreibe doch mal über sechs Gründe, weshalb jemand seine Zelte in Germanien abbrechen – und neue hier bei uns in der Türkei domizilieren möchte.

Mein (nicht so ganz bierernst) gemeinter guter Rat: Pfoten wech vonne Türkei! Solches sei auch begründet:

01. In der Türkei gibt es so gut wie kein Schweinefleisch. Weil kein Schwein es isst, außer diesen Deutschen. Keine Schnitzel, kein Schinken, keine Mettentchen, nichts. Außer man bringt es sich mit. Im Koffer. Weil der Prophet es vor runden tausendfündhundert Jahren verboten hat. Aus gutem Grund.
02. Hier auf den Dörfern und vor allem in den Städten laufen so viele Türken herum. Auch Türkinnen sieht man im Straßenbild, meist im Schlepptau ihrer Männer.
03. In unserer Wahlheimat Alanya mischen sich hunderte, tausende Deutscher ins Publikum. Eigentlich sind das genug! Oder wollt ihr, dass ein Stadtteil entsteht namens Kleincastroprauxel oder so ähnlich? Wo man unter sich ist und wo sich kein Alanyaner wohl fühlt? Muss ja nicht dringend sein, denn auch ohne oder mit prekären Sprachkenntnissen kommst du gut zu recht; der Sprachmuffel weiß, wovon er schreibt!
04. Morgens kurz vor dem Sonnenaufgang hörst du den Muezzin, der lautsprecherverstärkt Allah und dessen Propheten preist. Das geht mehrmals am Tage so weiter, bis die Sonne wieder im Mittelmeer versunken ist. Aber du bist nicht allein, Katholen wie Evangelen leben ihren Glauben, insoweit vorhanden, mit Hilfe der Mitarbeiter der christlichen Verkündigungsindustrie. Niemand und nichts hindert sie daran. Es sei denn, sie wollen Muslime missionieren. Das geht in die Hose!
05. Wenn du in die Türkei ziehen möchtest, hast du ein pekuniäres Problem: was machst du mit deinem überschüssigen Geld? Wenn das Kilo Tomaten zwei Lira kostet, das sind ca. siebzig Eurocent, das Kilo Gurken ebenso, das Kilo Orangen derzeit 0,50 TL, da weißliche Ekmek 0,75, die Busfahrt 1,50 TL. Die Medikamente, welche du als alter Sack degoutieren musst, den halben Preis wie in Germanien. Wenn Du eine halbwegs ordentliche Wohnung für ca. € 500 mieten könntest.
06. Soo sehr weit weg von den Lieben daheim? Alle Radio, alle Fernsehprogramm gibt es den ganzen Tag, außer es gewittert. Dann geht nichts mehr. Aber das hört ja auch mal wieder auf. Außerdem findet sich so gut wie an jeder Ecke jemand, der dir die Blödzeitung verkauft. Wichtig, denn die Türkenzeitungen – na ja…. Außerdem gibt es für den technisch Fortgeschrittenen das Tablett, den Computer, die viele Zeitungen – und vor allem Skype!
07. Oh, mir fällt da noch so einiges ein, aber niemand mag sich überfordert fühlen ob der Menge der Informationen aus unserer Wahlheimat Türkei, wo wir als Landeier hinter dem wild schäumenden Dimçay seit Jahren wohnen.
08. Wer sich aber immer noch nicht genügend abgeschreckt fühlt, wessen Neugier auf ein ganz neues Leben noch nicht ganz mumifiziert ist, den laden wir ein, begleiten ihn, wenn er – oder natürlich auch sie – das versuchen will, macht erst mal einen Probeurlaub in Alanya, oder wo auch immer. Allerdings können wir nicht dafür garantieren, dass der Türkeigast auf Probe immun bleibt gegen den Türkeivirus. Hoş geldiniz!

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