Neues vom Futterkreislauf


Türkeiexperten wissen, wie´s geht mit dem Futtrkreislauf. Türkeineulinge kriegen es in kleinen bekömmlichen Häppchen zugefüttert. Als Neulinge begrüßte uns dunnemals Nachbarin Sevim mit einem Teller suluyemek, Selbstgekochtem. Großes Befremden bei ihr, als der sauber gespülte Teller zurück kam. Nota bene, merke wohl: gib niemals (!!!) einen leeren Teller zurück. Die Lektion war gelernt, Sevims Unmut längst verflogen.

Wir Exgermanen lernten rasch unsere Lektion. Da mit dem Futterkreislauf in unserer Wahlheimat Türkei kann wie ein perpetuum mobile gehen; so gar nicht unsere unterkühlte Art. Aktueller Stand: vor zwei Tagen kam von Aslı, Tochter von Aynur und Rıza, ein kleiner Probierkuchen, lecker, ich sag´s euch… Gestern Tellerretoure mit den ersten kara dut, knackfrischen Maulbeeren, selbst geflückt bei uns im Garten.

Heute kommt Muttr Aynur mit einem Arm voller Frühlingszwiebeln, soğan und einigen Zitronen aus deren Garten. So wird heute mittag kräftig gezwiebelt – hmmmmmm…… Meine Liebste ist gerade gegenüber – und schert dem Olive das Fell. Das ist kein grammatikalischer Ausrutscher. Dem Türken sind unsere Artikel völlig unbekannt. Sie werden agglutinierend mit suffixen ausgedrückt. Der Olive heißt zeytin und kann vor lauter Fell nichts mehr sehen. Wie kann man auch seinen Köti Olive = ceytin nennen? Aber das ist ein anderes Thema.

Damit ist der Futterkreislauf höflich unterbrochen, bis……

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