Die Öffnung der SPD zur Linkspartei kann nicht funktionieren – ZEIT online heute fünf vor acht


Entweder wird die SPD in einem Bündnis wie die Linkspartei oder umgekehrt. Und ihre Stimmen lassen sich nicht addieren, denn die Mitte-Wähler werden das Weite suchen.
VON ROBERT LEICHT

Noch ist das Zustandekommen einer Großen Koalition ziemlich wahrscheinlich. Obschon: Ganz sicher bin ich mir dessen nicht mehr. Wenn die SPD-Spitze dieses Bündnis ihren Funktionären und Mitgliedern nur mit der Zusicherung erträglich machen kann, in vier Jahren möglicherweise mit der Linkspartei zu koalieren, dann kann da schon vor dem SPD-Mitgliederentscheid noch einiges schiefgehen oder auch danach. Hinzu kommen Provokationen wie die, nun solle die CDU endlich „liefern“. Als habe die SPD die Wahl gewonnen und nicht die Union.

Übrigens: Seit wann haben wir eigentlich ein verfassungswidriges imperatives Mandat von Parteimitgliedern über unabhängige Bundestagsabgeordnete? Sei’s drum: Die lautstarken Parteitagsreden, alles nur scharfe Rhetorik der Schwächeren und der bei den Vorstandswahlen Geschwächten? Doch schon mancher ist zum Opfer seiner eigenen Rhetorik geworden. Und war dann selber geliefert.

Aber nun zu der Beziehung zwischen der SPD und der Linkspartei: Das Dilemma eines auf zwei Parteien zerspalteten linken Lagers ist nicht zu übersehen, wie so oft in der Parteiengeschichte, nicht nur der deutschen. Hätte sich die neue ostdeutsche SPD nach 1989 doch nur den halbherzigen SED-Mitgliedern der milden Observanz geöffnet. Soll nun der amerikanische Lehrsatz gelten: If you can’t beat them, join them – Wenn du sie nicht besiegen kannst, tu dich mit ihnen zusammen?

In der Physik würde man sagen: Die größere Masse zieht die kleinere viel stärker an als umgekehrt die kleiner die größere. Also warum nicht? In der Politik sieht das jedoch anders aus: Da zöge die Linkspartei die SPD – was deren linken Flügel durchaus gefallen dürfte – weiter nach links, als es den in der Mitte zu suchenden Wählern recht sein könnte.

Folglich darf man die heutigen Stimmenprozente der SPD und der Linkspartei, die unter der Parole „Keine Zusammenarbeit“ gesammelt wurden, nicht einfach zusammenzählen und daraus ein Ergebnis unter der Parole „Wir könnten/werden zusammengehen“ hochrechnen. Einmal ganz abgesehen davon, dass die SPD dann immer als die mattere Kopie der „authentischen“ Linken erscheinen würde.

Ein kluger Beobachter hat dieser Tage getwittert: Die Zusammenarbeit kann nur klappen, wenn die Linkspartei so wird wie die SPD. Pardon, das erinnert mich an die Zeit, in der man sagte, und auch ich, wir können die DDR auf Dauer akzeptieren, wenn es dort so liberal und vernünftig zugeht wie in der Bundesrepublik.

Was wir dabei übersehen hatten: Unter diesen Bedingungen entfiel die Existenzberechtigung der DDR. Und so wäre es auch mit der Linkspartei: Gliche sie der SPD, könnte sie ihr gleich beitreten. Vielleicht ist das nicht das Schlechteste?

Fürs Erste hat die SPD sich einen weißen (oder roten?) Fuß gemacht und ihrem linken Flügel einen scheinbar attraktiven Brocken hingeworfen. Der ist aber noch lange nicht verdaut. So wenig wie die Große Koalition.

Und was wäre denn für die Sozialdemokraten gewonnen, wenn sich die SPD zwar spätestens in vier Jahren der Linkspartei zuwendete, inzwischen aber die Union denGrünen? Oder schon bald, zum Beispiel in Hessen?

Merke: Wenn die Dinge erst einmal in Fluss geraten, kann mancher untergehen.

-.-.-.-.-.-.-

Die Bonzen, welche die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, SPD, wie ein Blatt hin und her beuteln,. haben, kraft Gnade später Geburt, wohl überhaupt nichts gelernt! Durch die  Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur sozialistischen Einheizpartei, sind Tausende von ehrlichen Sozialdemokraten umgebracht worden.. Darunter mein Vater. Nun paktieren die Bonzen wieder mit Kommunisten…..

Peter Hockenholz am 18.11.2013

Ein Gedanke zu „Die Öffnung der SPD zur Linkspartei kann nicht funktionieren – ZEIT online heute fünf vor acht

  1. Hallo Peter

    Solange die Linkspartei (nachfolger der SED) keine Verantwortung für die vielen Mauertoten und das viele Leid wie Repuplikflucht und Gefängniss für Politisch gefangene übernimmt kann man mit der Linkspartei nicht zusammen gehen.
    das ist meine Meinung und die bleibt auch so

    LG

    Volker(der Stuppser

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