Türken trinken Tee? Ein Irrtum!


Türken trinken Tee? – Ein Irrtum!

Das vorgebliche türkische Nationalgetränk namens Tee – Çay – wächst im milden Klima des Schwarzen Meeres. Dort leben die Lasen, eine ethnische Minderheit. Damit der Europäer das zu begreifen lernt, bedarf es eines dieser orientalisch-bildlichen Vergleiche. Mir gegenüber hat man die Lasen als die Ostfriesen der Türkei bezeichnet. Wobei unklar geblieben ist, ob das ein Kompliment sei; Zweifel seien erlaubt. Also in und um die Ortschaft Rize werden die wertvollen Blätter des Teestrauches geerntet, fermentiert und sorgsam verpackt; wir finden sie in den werbewirksamen Kilotüten in jedem kleinen und großen Markt in Stadt und Land.

Er wird gekauft – und wie! Aber man findet ihn nur einfach nicht auf den Tischen. Was dort in diesen kleinen bauchigen Teegläsern, einfache davon auf dem Bau und in den Werkstätten, dem Durstigen kredenzt wird, ist kein Tee. Sondern ein Industriezuckerauflösungsextrakt. Man bedient sich mit einem Rollgriff im Würfelzuckertopf, große Hand greift mehr, Händchen weniger, und füllt das in das gläserne Trinkgefäß, gießt gerade so viel vom konzentrierten Teesud darüber, dass es gerade man so reicht, den Zucker trinkbar zu machen. Der Würfelzucker würde ja sonst den Schlund reizen, würde man ihn ohne den Teesud zu sich nehmen. Da der Teetrinker seinen Durst damit keineswegs löscht, wird er sich eine zweite, dritte, vierte Portion einfüllen. Immer eine reichliche Portion Zucker mit etwas çay darüber manchmal verdünnt mit heißem Wasser. Vielleicht braucht man bei harter Arbeit und oft geringer Luftfeuchtigkeit diese konzentrierten Energiespender, das wäre noch zu erfahren. Hier in der Fakülte gibt es nicht diese kleinen hübschen Gläser, sondern richtige große Pappbecher, aber die Helfer lassen beim Abfüllen immer genügend Rand übrig, damit die Studenten den Würfelzuckerrollgriff nicht zu sparsam ausführen müssen. Vielleicht ist es ja nur der Neid derer, welchen aus Gründen der Gesundheit das Rollgriffhändchen geschrumpft ist und die sich diese kleinen fiesen Süßmacher aus Plastikspendern behelfen oder ihren çay nackt zu sich nehmen (müssen).

Allen Freunden dieses unendlich aromatischen Getränks seien paar gute Ratschläge auf die Teestraßen mitgegeben: Willst du den hohen Genuss eines Glases frischen Tees Dir erhalten, vergiss die alte Volksweisheit vom Abwarten und Teetrinken. Genieße ihn gleich, aber möglichst nicht nach 17 Uhr. Denn bis dahin wird der Samowar immer wieder mit Wasser nachgefüllt und das Ergebnis ist bräunlichschwärzlich und so schmeckt es  auch – eben nicht mehr. Das gilt nur für die Öffentlichkeit, in den Familien wird man dir immer auch nach 17 Uhr den Tee frisch aufgebrüht kredenzen. Im Restaurant und im Lokanta wird man dir zum Tee immer ein oder zwei geizige Stücke Würfelzucker mit servieren, im ganz guten Lokal sogar ein kleines Kekschen. Verrührst du gleich mir die Zückerlein nicht in deinem Tee, dann greift eine Zupackhand und nimmt sie barhändig wieder mit zurück – in den großen Bottich. Außer dem hocharomatischen Tee bietet man dir wahlweise auch Adaçay an. Das ist ein grünlicher Tee, zubereitet aus Salbeiblüten.. Soll unendlich gesund sein – und er verlängert dir deine Tagesfrische bis in die halbe Nacht hinein.

Außer dem gibt es noch den berüchtigten Elmaçay. Elma ist deutsch, auf türkisch: der Apfel. Lass die Finger davon! Die „Äpfel“ in diesem Chemiezuckergemisch haben noch niemals an einem Apfelbaum gehangen. Der sogenannte Apfelgeschmack wird in der Retorte der chemischen Industrie erzeugt und als naturidentisch angepriesen. Naturidentizität ist aber das krasse Gegenteil von Natur. Die Abbildungen leckerer lachender Äpfel auf den verkaufsfördernden Verpackungen täuschen. Gewaltig!

Peter Hockenholz am 16. şubat 2012

aus http://www.hilfreich.de

 

Nicht völlig unwichtig……Krankenversicherung


Martina Yaman am 16. Februar 2012 in facebook:
Gute Nachrichten in Bezug auf die Versicherungsplicht:
gestern abend im Rahmen eines kleinen Abendessens, bei dem sich der neue Botschafter Eberhard Pohl bei der deutschen Gemeinde Alanyas vorstellte, gab er bekannt, dass nach bilateralen Verhandlungen deutsche Staatsbürger von der VERSICHERUNGSPFLICHT bei der türkischen Krankenversicherung NICHT MEHR BETROFFEN SEIN WERDEN.Deutsche, die hier in der Türkei leben, müssen sich demnach auch nicht mehr gesondert befreien lassen. Die FREIWILLIGE Versicherung über die türkische SGK bleibt allerdings erhalten – also kurz: wer will, der kann, wer nicht will, muss nicht.
Walter Helbling Diese Meldung ist aber heikel. Ich kenne Deutsche, welche in Deutschland nicht versichert sind, hier leben. Die müssen sich ganz klar versichern lassen, ansonsten beginnen sie ab März rückwirkend pro Monat 215 TL Strafe zu bezahlen und spätestens, wenn die Aufenthaltsbewilligung verlängert werden muss, fliegt die Geschichte auf, dann wird es richtig teuer…
heute veröffentlicht in facebook ….. dem wäre nichts hinzuzufügen…… Peter Hockenholz 16.02.2012

Dem Türken seine Kinder… – 2 –


Internetfilter: Türkei blockiert Darwin für Kinder

  |  08.12.11, 18:06

Dem Türken seine Kinder…

die härteste Kritikerin meiner wichtigen Verlautbarungen ist meine Frau. Die Ankündigung von heute Morgen hat sie natürlich gelesen – und erwartungsgemäß beanstandet. Dabei ist das völlig korrekt ausgedrückt – mit dem Niedersächsischen Genitiv. Vor dem Hauptbahnhof in Hannover steht hoch zu Ross der König Ernst August. Abgesehen davon, dass er dem ankommenden Fremden den Hintern zudreht, steht unten am Sockel: „Dem Landesvater sein treues Volk.“ Deshalb schreibe ich hier auch von dem Türken  seine Kinder, tamam.

Türkische Kinder sind überwiegend gut aussehende bis hübsche Kinder. Irgend ein Gen – oder ein schön machendes Ingredienz – oder sollte eine in Europa wenig oder gar nicht bekannte Stellung sein? Es ist vielleicht nur nicht erforscht. Wir neu Hinzugekommenen haben viel Kontakt zu vielen Kindern hier in der Mahallesı hinter dem wild schäumenden Dimçay. Manche von ihnen kennen wir, als sie sich noch im Bauch der Mütter wärmten, später kommunizieren wir beiden Alten mit ihnen, wenn sie Mamas warme Höhle verlassen haben und in den großen karierten Baumwolltüchern als kleine Huckups Muttern im Nacken sitzen. Hier schleppen die Frauen die Brut herum, Männer eher selten.

Unsere eigene Tochter saß ja oft genug auf den Schultern ihres Erzeugers – und riss dem die Haare einzeln aus, als noch richtig viele vorhanden waren, ehrlich! Scheinheilig genug fragte sie, eins ausreißbereit in der Hand, welche Nummer das Haar hat – und immer kam ein jauchzendes „falsch“ und das Haar war auf immer weg.

Zurück zu den türkischen Kindern, den hübschen. Immer, wenn wir zum Bus gehen, springen Scharen von jungem Gemüse aus allen Ritzen: Pättärr Pättärr Luiza Luiza, und die hat alle Arme voll zu tun, zu knuddeln, herumzuschwenken, auch mal eine Schnottnase zu putzen. Der Alte dabei teilt aus und steckt ein, die kleinen Kerle entwickeln Bärenkräfte bei – give me fife – da schwillt die Hand schon mal an.

Da nur wenige Gehminuten von Peters Burg die Alantur ilk okulu, die Grundschule ist, kommen viele in der Pause mal fix rüber. Leider sind die Kontakte zum Lehrkörper so gut wie abgebrochen, seit der damalige Rektor die Dreherlaubnis für das ßädäfäh, das ZDF, verweigerte: die deutschen Medien würden  immer (!) negativ über das Schulwesen in der Türkei berichten… Schade genug. Er hatte offenbar den ganz großen Durchblick, hatte ihn, aber er ist nicht mehr da, einfach weg samt seinem Durchblick.

Nach den Grundschuljahren wechseln Viele zu weiterführenden Schulen in Alanya, aber  t der Kontakt besteht  weiter. Türkische Kinder sind offener, sie kommen auf dich zu, probieren ihre oft sehr spärlichen Englischkenntnisse aus.

Kein Elternpaar käme hier auf die Idee, ihrem Nachwuchs den Kontakt zu Fremden zu verbieten. Zu den hohen Feiertagen hier kommen sie, sich den ihnen zustehenden Anteil an Süßigkeiten zu holen – die Papiere und Umhüllungen zeigen dann an, wohin sie weiterzogen.

Eine tägliche Freude, die wir in den hier sehr langen Sommerferien ziemlich vermissen. Denn dann sind der Türken Kinder in den kühleren Dörfern bei ihren Sippen.

Peter Hockenholz am Tage des heiligen Sankt Valentin 2012

Der Türke an sich – und wie er leibt und lebt


Der Türke an sich – und wie er leibt und lebt

Der zufällige Gast, erst recht der häufigere oder gar Dauergast, stellt auch bei oberflächlichem Hinschauen, zwei Sorten von Türken fest. Allen anderen voran den türkischen Mann. Ob im auf den Leib geschneiderten Zwirn oder in diesen Beutelhosen, auf dem Lande noch üblich, oder mit der eben so schlotternden oder passgerechteren Jeans. Leicht zu erkennen.

Dann gibt es noch die türkischen Frauen, richtige Schönheiten darunter, die das Auge des Betrachters erfreuen. Man erkennt sie an – nein, ergänzt nicht so vorschnell. Man erkennt sie eben nicht nur an der teilweise ebenso attraktiven Kopfbekleidung. Ein erstes Vorurteil wäre auszuräumen: es gibt außerordentlich kluge – und hübsche – Köpfe unterm Kopftuch. Aber es ist ein Attribut unter anderen, vor allem in den Städten. Die meisten Schönen schauen nach unten, es gilt als anmaßend oder unhöflich, dem Begegnenden in die Augen zu sehen – pfui, Anmache!

Türkinnen und Türken zeichnen sich durch eine gemeinsame Leidenschaft aus – sie sind neugierig wie die jungen Ziegen! Nur ist es nicht unsere europäische Neugier, sondern immer eine zugewandte Aufmerksamkeit, zu erfahren, wer du bist! Also sei nicht pikiert, wenn du gefragt wirst: woher kommst du in Deutschland (ich habe mindestens einen Bruder-Schwager-Onkel oder ein anderes liebes Familienmitglied in……). Hast du Haus, hast du Auto, was für  Auto, was hat  gekostet, wie viele Kinder hast du, (bei den Söhnen darfst du ungeniert an der Zahl einige dazuschwindeln), das erhöht dein Ansehen doch sehr.

Mütter von Töchtern, urteilt nicht gar so hart, es ist eine über Jahrtausende gewachsene alte Kultur, aber die ändert sich jeden Tag etwas.

Wenn du in der Bank erlebst, wie sich einige Bärtige fast mit dem Kopf über dich beugen, einen Blick in deine Dokumente zu werfen, dann ist es nicht so, dass sie deine Pin ausspähen oder gar den Betrag zu sehen wünschen, nimm es nicht tragisch. In meinen ersten Jahren war ich pikiert, habe nach hinten ausgetreten – und Unverständnis geerntet. In so gut wie allen Fällen wollen sie, obwohl oft gar nicht des Englischen oder des Deutschen mächtig, dir wirklich nur helfen! Die Höflichkeit dem Fremden gegenüber ist ebenfalls Ausfluss einer Gastfreundschaft, wie sie seit Jahrtausenden hier gelebt wird.

Das sie sich dir an die Fersen heften, auch, welch ein Zufall, gleich ein gutes Ledergeschäft, einen eleganten Klamottenladen kennen für den lieben Fremden, oder dich gleich zu ihrem Stammkuaför geleiten, das gehört dazu.

Gönnst du dir zur Abwechslung deines Urlaubs mal eine Busfahrt, möglichst auf oder in die Dörfer, kannst du in jedem dieser Vehikel jedem dein Fahrgeld in die Hand drücken, es findet seinen Weg zum Şoför – und das Wechselgeld, das zu dir zurückkommt, kannst du ungezählt in deinem Bauchtäschchen versenken, es wird immer stimmen! Mach das mal irgendwo in Deutschland….

Ein rechtes Ärgernis, vor allem für Europäerinnen, ist das Vordrängeln der Kerle, zum Beispiel am Tokenautomaten in Istanbul – oder in jedem Geschäft. Du bist als Frau, hochwillkommen und mit Begrüßungstee sehr geehrt und in Verhandlungen über die Tasche, die Jacke oder was auch immer. Wenn ein Türke kommt, wird er nicht warten, sondern sich so gut wie immer vordrängeln. Und so gut wie – fast – immer wird der Verkäufer, ob Patron oder nur zur Entourage gehörend, dich sitzen oder stehen lassen. Steh sofort auf und gehe! Nebenan wird man dich korrekter bedienen. Das muss gelernt werden, auch, wenn´s  schwer fällt. Der Schubser zum Beispiel bei Kauf eines Bustickets – abbrechen, nebenan sind nicht nur ein sondern mehrere Busunternehmen, die es schon gelernt haben.

Allen diesen fürchterlichen Dingen kannst du leicht entgehen – bleib einfach in deinem Allesschoninbegriffenkompakthotel, dann hast du es rundum sorglos – inshallah! Aber dann warst du nicht in der Türkei, diesem so gastfreundlichen Land voller Geschichte und voller Geschichten.

Peter Hockenholz am Montag, 12. şubat 2012

 

 

12. Februar – Valentinstag


 Aus Wikipedia

Du bist am Tage der beiden Valentine, welchem diesem jeweiligen vierzehnten Februar ihren Namen gaben, nicht da. Gedanklich aufgerüscht dank Wikipedia schreibe ich Dir meine Gedanken mal auf.

Es gibt da zwei Valentine, einer davon wurde von Andersmeinenden, so viel zu religiöser Toleranz Gläubiger unterschiedlicher Denkungsart, kopflos und damit posthum zum Heiligen. Die Blumen- und Süßigkeitenindustrie hat sich daraus einen ertragreichen Zusatznutzen gebastelt. Alles unter dem Oberbegriff, dass zwei Liebende sich mit beidem reichlich gegenseitig versorgen. Frei nach dem Motto: „ach Liebste/Liebster, das wäre doch wirklich nicht nötig gewesen…“

Ich komme – mal wieder – vom Thema ab; diese Zeilen sind eine Liebeserklärung des verknuffelten Alten an seine liebe Ehefrau!!!!!! (Das sind rote Herzen, er weiß nur nicht, wie er welche in diese Liebeserklärung hineindiskutieren soll. Sogenannte Sonderzeichen angelt nämlich nur sie aus den Tiefen des Computers).

Also liebes Frauchen, Du gurkst augenblicklich in eisigen deutschen Landen herum, Traurige zu trösten und zu Erledigendes zu erledigen. So grüße ich Dich, denke an Dich vorm Tage Sankt Valentins im immer noch dreiundvierzigsten Jahr unseres Weges miteinander von Herzen. Ein kalbim muss genügen. Vorgärten zum Klauen von Blumen sind hierzulande selten – und das macht man nicht, nicht wahr? Komm nun bald wieder nach Hause hinter den wild schäumenden Dimcay. Lass uns den herzigen 14. Februar zusammen mit den Kindern dann in Istanbul gleich nachträglich noch mit feiern. Tamam?

Peter  – 11. Februar 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Türke an sich – und seine Müzik


Der Türke an sich – und seine müzik

Damit das gleich klar ist: Müzik ist etwas völlig anderes als Musik – Müzik eben.

An den Wohlklang und an den so anderen Rhythmus gewöhnst du dich ziemlich schnell, entgehst dem ja so gut wie überhaupt nicht. Aber an die Interpretation gewöhnst du dich nicht so schnell – oder überhaupt nicht.

Was dir in Deutschland so in die Ohren gedudelt wird, ist häufigst kein Ohrenschmaus; ich spreche von der U-Musik, der Unterhaltungsmusik, die ja unterhalten soll. Hin und wieder tut sie das ja auch. So zum Beispiel die „bähnds“, die das Morgenmagazin des Ersten und Zweiten präsentiert. Viel Hörenswertes dabei, viel Freude am Musizieren, macht morgens gute Laune. Vor einigen Tagen sogar ein weltberühmter Star-Tenor; ein Genuss. Aber auch da fragt man sich hin und wieder, was das soll; zöge man die Stecker aus der aufwändigen Technik, was bliebe?

Ganz genau so, nur viel viel schlimmer, ist es bei türkischer Müzik. Es beginnt immer ganz harmlos leise und harmonisch. Aber wenn du wirklich nichts Böses denkst und genießt, dann wird aufgedreht, dass die Bässe wummern. Bei Hochzeiten, Sohnbeschneidungen, bei Feiern jeglicher Art ist Müzik ein frontaler Krachangriff auf die Ohren. Deshalb kannst du als Gast bei einer Hochzeit der Braut nur stumm einen Geldschein an das Brautkleid heften… Der sich zur Tradition entwickelnde Weihnachtsmarkt in Alanya, initiiert von Martina Yarman, könnte so wunderbar sein mit seiner knallbunten Riesentanne, die allerdings niemals einen Wald sah, seinem Treffpunkt aller Generationen und aller Ethnien – wenn nicht Müzik jede Begrüßung jeder Bekannten mit allen Gliedmaßen stattfinden müsste, weil „Müzik“ so gut wie kein Wort ermöglicht. Es ist wohl dem Fremden vorbehalten, Müzik als überlautes Geräusch zu empfinden; türkische Menschen scheinen darin förmlich zu baden. Vor allem, wenn zur Müzik noch jemand, der singen zu können vorgibt, einen Zentimeter vor dem Mikrofon sein Können schmettert. Bei gar manchem wünscht man sich, hätte er doch das Mikro hinten im Schlund, dem Wohlklang würde es nützen. Hat Allah den Menschen einst die Freude für hafif müzik, für canlı müzik und die mitreißenden Rhythmen in die Gene montiert, so mag sein Widersacher das Ganze zur elektronik müzik verfälscht haben. Das Konzert am 26 . Dezember im Kültür saray zu Alanya – eine Schwerarbeit für den Zuhörenden. Die vermutlich herrlich klingenden traditionellen Instrumente kamen gegen die geballte elektronische und elektrische Leistung der Technik nicht mehr an, lediglich die Sängerin nahm den Nahkampf auf – und gewann ihn! Dem Liebhaber flotter und fröhlicher Musik als dem Müzik-Erdulder sei zum Trost mit auf den Weg gegeben: Müzik geht so gut wie nie die Nächte durch. Ohne Ankündigung bricht sie ab – und man geht nach Hause.

Auch Müzik wird oft nicht schön empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden.Ob Wilhelm Busch dabei auch Müzik gemeint haben könnte?

Peter Hockenholz am Freitagabend, 10. Şubat 2010